Wann Kann Der Staat Enteignen?

Wann Kann Der Staat Enteignen
Wann ist eine Enteignung durch den Staat möglich? – Die Enteignung einer Immobilie kann vorgenommen werden, wenn diese dem Wohle der Allgemeinheit dient. Wann das der Fall ist, ist Auslegungssache. So werden als Allgemeinwohl zum Beispiel Infrastrukturmaßnahmen gewertet, wie der Ausbau des Schienennetzes, der Straßenbau oder der Braunkohleabbau.

  1. Grundsätzlich darf die Enteignung nur als letzte Maßnahme und nach ausgiebiger Prüfung vorgenommen werden, ob nicht doch andere Möglichkeiten bestehen.
  2. Eine Enteignung kann auch vorübergehend sein, zum Beispiel wenn der Immobilieneigentümer sich über lange Zeit nicht um die Instandhaltung der Immobilie kümmert.

Denn Artikel 14 Abs.2 legt fest, dass Eigentum verpflichtet und somit Eigentümer ihre Immobilie pflegen müssen. Eine Enteignung ist demnach dann rechtmäßig, wenn:

ein Bundes- oder Landesgesetz als Grundlage der Enteignung dient, nachgewiesen werden kann, dass sich zuvor bemüht wurde, die Immobilie oder das Grundstück auf üblichem Wege zu erwerben, Grund zur Annahme besteht, dass die Immobilie oder das Grundstück zeitnah für das geplante Vorhaben benötigt werden, als Entschädigung – falls möglich – ein adäquater Ersatz angeboten wird.

Wann war die letzte Enteignung in Deutschland?

DDR – Schreiben des Grundbuchamtes zur Enteignung zweier Grundstücke in der Stadt Plauen an den ehemaligen Besitzer (20. Mai 1949) Nach der Bodenreform von 1945 und der Industriereform von 1946 bis 1949 gab es noch mehrere Enteignungswellen von Betriebs- und Grundvermögen aus unterschiedlichem Anlass.

  • In den frühen 1960er Jahren wurden z.B.
  • Trümmergrundstücke aus städtebaulichen Gründen enteignet.
  • Durch die Presse sind die Vorgänge um die sogenannten Mauergrundstücke bekannt geworden.
  • Die letzte große Verstaatlichung wurde 1972 vollzogen, als der private Mittelstand in der DDR vergesellschaftet wurde.

Seitdem beschränkte sich das Privateigentum nur noch auf Kleinbetriebe und nichtkommerzielle Bereiche. Ab 1990 wurden die Eigentumsrechte am vergesellschafteten Eigentum der DDR durch die Treuhandanstalt auf die ursprünglichen privaten Eigentümer oder deren Familiennachkommen bzw.

  1. Erbgemeinschaften zurückübertragen oder an diese vorzugsweise verkauft.
  2. Andernfalls erfolgte eine reguläre Privatisierung.
  3. In Einzelfällen wurde der Vorgang durch das Investitionsvorranggesetz und das Sachenrechtsbereinigungsgesetz erschwert oder unmöglich gemacht.
  4. Grundsätzlich galt jedoch das Motto „Reprivatisieren vor Privatisieren”.

Für enteignete Vermögenswerte wurden normalerweise verhältnismäßig geringe Entschädigungszahlungen geleistet. Für die Enteigneten, die das Staatsgebiet der DDR verlassen hatten, wurden diese Zahlungen auf sogenannten „Ausländerdevisenkonten” unverzinst angelegt.

Wie kann ich mich vor Enteignung schützen?

Enteignung von Immobilien – FAQ – Was ist eine Enteignung von Immobilien? Eine Enteignung ist der gesetzeskonforme Entzug des Eigentums an einer beweglichen oder unbeweglichen Sache durch den Staat gegen eine Entschädigung. Immobilieneigentümer können also durch die Bundesrepublik Deutschland bzw.

Deren Institutionen der öffentlichen Hand enteignet werden. Der Grund dafür muss allerdings dem Allgemeinwohl dienen und es muss eine angemessene Entschädigung angeboten werden. Wann kann ein Immobilieneigentümer enteignet werden? Immobilieneigentümer können enteignet werden, wenn es dem Wohl der Allgemeinheit dient.

Dies sind Infrastrukturmaßnahmen wie der Bau von Straßen oder Schienenstrecken, aber auch der Braunkohletagebau. Ebenso kann es zur (vorübergehenden) Enteignung von Privateigentum kommen, wenn Gebäude nicht ordentlich instand gehalten werden. Dies ist vor allem für unter Denkmalschutz stehende Immobilien relevant.

Mehr dazu Wann ist eine Enteignung rechtmäßig? Damit eine Enteignung ist rechtmäßig ist, muss sie auf einem Bundes- oder Landesgesetz basieren und es muss vorab versucht werden, das Grundstück auf regulärem Weg zu erwerben. Wenn möglich, muss als Entschädigung geeignetes Ersatzland angeboten werden. Weiterlesen Wie läuft ein Enteignungsverfahren ab? Kann durch angemessene Entschädigungsangebote keine Einigung zwischen Enteigner und Immobilieneigentümer erreicht werden, wird das Enteignungsverfahren eingeleitet.

Dazu wird ein Enteignungsantrag bei der Bezirksregierung gestellt. Es folgt ein Termin zur mündlichen Verhandlung zwischen Antragsteller und betroffenem Eigentümer. Bei Einigung wird das Verfahren an dieser Stelle beendet. Sind sich die Parteien uneins, erlässt die Behörde einen Enteignungsbeschluss.

  1. Was kann ein Betroffener gegen eine Enteignung unternehmen? Ist der Immobilieneigentümer mit der Enteignung nicht einverstanden, kann er Klage erheben und so versuchen, über den Rechtsweg sein Interesse durchzusetzen.
  2. Um der Enteignung zu entgehen, kann das betroffene Grundstück auch vorher verkauft werden.

Am einfachsten ist es natürlich, das Entschädigungsangebot anzunehmen. Weitere Informationen Hinweis: Bitte beachten Sie, dass unsere Ratgeber-Antworten, -Artikel und Musterdokumente keine Rechts-, Steuer- oder Finanzberatung darstellen oder ersetzen können.

Wann kann man jemanden enteignen?

§ 87Voraussetzungen für die Zulässigkeit der Enteignung https://dejure.org/gesetze/BauGB/87.html § 87 BauGB (https://dejure.org/gesetze/BauGB/87.html) § 87 Baugesetzbuch (https://dejure.org/gesetze/BauGB/87.html) Tipp: Sie können bequem auch Untereinheiten des Gesetzestextes (Absatz, Nummer, Satz etc.) zitieren.

  1. Halten Sie dafür die Umschalttaste ⇧ gedrückt und bewegen Sie die Maus über dem Gesetzestext.
  2. Der jeweils markierte Abschnitt wird Ihnen am oberen Rand als Zitat angezeigt und Sie können das Zitat von dort kopieren.
  3. 1) Die Enteignung ist im einzelnen Fall nur zulässig, wenn das Wohl der Allgemeinheit sie erfordert und der Enteignungszweck auf andere zumutbare Weise nicht erreicht werden kann.
See also:  Warum Stellt Der Deutsche Staat Ein Autobahnnetz Zur Verfügung?

(2) Die Enteignung setzt voraus, dass der Antragsteller sich ernsthaft um den freihändigen Erwerb des zu enteignenden Grundstücks zu angemessenen Bedingungen, unter den Voraussetzungen des § Abs.1 und 3 unter Angebot geeigneten anderen Landes, vergeblich bemüht hat.

  1. Der Antragsteller hat glaubhaft zu machen, dass das Grundstück innerhalb angemessener Frist zu dem vorgesehenen Zweck verwendet wird.
  2. 3) Die Enteignung eines Grundstücks zu dem Zweck, es für die bauliche Nutzung vorzubereiten (§ Abs.1 Nr.1) oder es der baulichen Nutzung zuzuführen (§ Abs.1 Nr.2), darf nur zugunsten der Gemeinde oder eines öffentlichen Bedarfs- oder Erschließungsträgers erfolgen.

In den Fällen des § Abs.1 Nr.5 kann die Enteignung eines Grundstücks zugunsten eines Bauwilligen verlangt werden, der in der Lage ist, die Baumaßnahmen innerhalb angemessener Frist durchzuführen, und sich hierzu verpflichtet. Soweit im förmlich festgelegten Sanierungsgebiet die Enteignung zugunsten der Gemeinde zulässig ist, kann sie auch zugunsten eines Sanierungsträgers erfolgen.

Inkrafttreten Änderungsgesetz Ausfertigung Fundstelle
01.01.2007 Vorherige Fassung und Synopse über buzer.de (öffnet in neuem Tab) Gesetz zur Erleichterung von Planungsvorhaben für die Innenentwicklung der Städte 21.12.2006

in unserer Datenbank: In diesen Entscheidungen suchen:

Rechtmäßigkeit einer bebauungsplanakzessorischen Administrativenteignung; Keine, Anspruch auf wegemäßige Erschließung eines Grundstücks in Bayern (Baugenehmigung, Baulandverfahren: Antrag auf gerichtliche Entscheidung gegen einen, Nichtöffentliche Beratung der Ausübung eines Vorkaufsrechts Rechtsanwaltsvergütung: freihändige Erwerbsverhandlungen und nachfolgendes, Keine Verletzung der Eigentumsgarantie durch Administrativenteignung gem § 85 Abs, Zum selben Verfahren:

Abwehr des Vorkaufsrechts – Städtebauliche Maßnahme Gemeindliches Vorkaufsrecht beim Kauf von Grundstücken, die im Geltungsbereich, Gemeindliches Vorkaufsrecht und Erhaltungssatzung zur Sicherung der,

Allgemeines Städtebaurecht

Enteignung

Zulässigkeit der Enteignung

§ (Enteignung aus zwingenden städtebaulichen Gründen)

Entschädigung

§ (Entschädigung für den Rechtsverlust)

Enteignungsverfahren

§ (Einleitung des Enteignungsverfahrens und Anberaumung des Termins zur mündlichen Verhandlung; Enteignungsvermerk)

Besonderes Städtebaurecht

Städtebauliche Entwicklungsmaßnahmen

§ (Besondere Vorschriften für den städtebaulichen Entwicklungsbereich)

: § 87Voraussetzungen für die Zulässigkeit der Enteignung

Wird es in Deutschland eine Enteignung geben?

Enteignung: Bedeutung für Immobilieninhaber – Die Voraussetzungen und der Ablauf einer Enteignung sind in Artikel 14 Abs.3 GG gesetzlich geregelt. Als Enteignung wird der Entzug des Eigentums an einer beweglichen oder unbeweglichen Sache durch den Staat gegen eine Entschädigung bezeichnet.

Was kommt auf Hausbesitzer bis 2030 zu?

Staatseingriffe im Wohnungsmarkt Wie teuer der Klimaschutz für Hauseigentümer wird – Die Ampelkoalition verschärft den Klimaschutz für Wohngebäude. Auch die EU plant zusätzliche Vorschriften. Vermieter müssen sich daher auf Mehrkosten einstellen. Fit for 55 klingt wie ein Fitnessprogramm für Senioren.

Tatsächlich geht es um das Klimaschutzpaket der Europäischen Union. Im Paket steckt ein Vorschlag der EU-Kommission: Sie plant eine Sanierungspflicht für Wohngebäude, die besonders viel Energie verbrauchen, Bis 2030 sollen europaweit 35 Millionen Wohngebäude auf einen höheren Energiestandard gebracht werden.

Das entspricht etwa 15 Prozent des Bestandes. Alle Neubauten sollen ab 2030 komplett klimaneutral sein. Der Vorschlag der EU alarmiert die Lobby der Hauseigentümer, So kritisiert der Vermieterverband Haus und Grund, dass sich bei Gebäuden der niedrigsten Energieklassen eine Sanierung nicht mehr lohne, ein Neubau sei nötig.

  • Für viele private Eigentümer beendet die EU damit den Traum von den eigenen vier Wänden”, sagt Verbandspräsident Kai Warnecke.
  • Ohnehin sei zweifelhaft, ob sich die hohen Energiestandards handwerklich umsetzen ließen.
  • Die Brüsseler Pläne kommen für die Vermieter noch aus einem anderem Grund zur Unzeit,

Sie müssen noch die bereits beschlossenen Verschärfungen der Ampelkoalition in Berlin für den Klimaschutz bei Wohngebäuden verdauen. Die neuen Regeln sind aus Sicht der Bundesregierung nötig, weil der Immobiliensektor im vergangenen Jahr sein Ziel, zwei Millionen Tonnen CO2 weniger, verfehlt hatte. Die EU-Kommission will Hauseigentümer zwingen, energetisch zu sanieren. Pauschale Pflichten sind jedoch ineffizient und benachteiligen die Mittelschicht.

Wer entscheidet über Enteignung?

Enteignung ist die Entziehung des Eigentums durch einen hoheitlichen Akt. Art.14 Grundgesetz erkennt zwar eine Eigentumsgarantie an, bestimmt aber zugleich, dass „Eigentum verpflichtet und dem Wohle der Allgemeinheit dienen muss”. Eine Enteignung kommt nur in Betracht, wenn sie dem Wohl der Allgemeinheit dient und unmittelbar durch Gesetz (Legalenteignung) oder aufgrund eines Gesetzes durch einen staatlichen Verwaltungsakt (Administrativenteignung) erfolgt, das Art und Ausmaß der Entschädigung regelt.

Enteignungen beruhen meist auf dem Baugesetzbuch oder den Enteignungsgesetzen der Länder. Das Enteignungsrecht entstand in der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts, als der Bau von Eisenbahnen und Straßen dazu führte, dass der Staat Grundeigentum des Bürgers in Anspruch nahm und sich die Notwendigkeit ergab, sich dieses Grundeigentum auch zwangsweise zu beschaffen.

Zugleich ging damit der Ausbau des Eigentumsschutzes einher. Eigentumsschutz und Enteignung stehen seither im untrennbaren Zusammenhang und haben insbesondere in Art.14 Grundgesetz ihren Niederschlag gefunden. Nach §§ 85 ff BauGB kann durch Enteignung das Eigentum an Grundstücken entzogen oder belastet werden, wenn das Wohl der Allgemeinheit sie erfordert und der Enteignungszweck auf andere zumutbare Weise nicht erreicht werden kann.

Voraussetzung ist, dass sich der Antragsteller (meist der Staat) ernsthaft um den freihändigen Erwerb des betreffenden Grundstücks zu angemessenen Bedingungen vergeblich bemüht hat und glaubhaft macht, dass er das Grundstück innerhalb angemessener Frist nutzen wird. Eine Enteignung kommt z.B. in Betracht, um entsprechend den Festsetzungen des Bebauungsplans ein Grundstück zu nutzen oder eine solche Nutzung vorzubereiten.

In diesem Fall darf die Enteignung nur zugunsten der Gemeinde oder eines öffentlichen Bedarfs- und Erschießungsträgers erfolgen. Eine Enteignung kommt auch aus zwingenden städtebaulichen Gründen in Betracht, wenn das Grundstück in einem Sanierungsgebiet liegt.

  1. §§ 93 BauGB regelt die Entschädigungsgrundsätze für die Enteignung.
  2. Die Entschädigung kann in Geld bestehen, aber auch darin, dass dem enteigneten Bürger ein geeignetes Ersatzgrundstück, z.B.
  3. Im Wege eines Umlegungsverfahrens, überlassen wird.
  4. Verkauft der Eigentümer sein Grundstück, kann der Staat aus städtebaulichen Gründen auch sein gesetzliches Vorkaufsrecht in Anspruch nehmen (§ 24 BauGB).

Die Enteignung wird von der höheren Verwaltungsbehörde durchgeführt, die nach Landesrecht bestimmt ist. In Berlin ist die Senatsverwaltung für Stadtentwicklung und Wohnen zuständige Enteignungsbehörde, in Brandenburg das Ministerium des Innern und für Kommunales.

Ist Enteignung gut?

Contra-Kommentar von Anja Nehls – Allein der Begriff “Enteignen” macht mir Angst. Geschichtlich gesehen ist dabei nämlich selten etwas Gutes herausgekommen. Russland enteignet nach der Revolution die gesamte Bourgeoisie, die Nazis jüdisches Eigentum und die DDR Grund und Boden.

Enteignungen sind für demokratisch denkende Menschen der Anfang vom Ende. Und Zweifel daran, ob eine Enteignung von großen privaten Wohnungsbauunternehmen auf dem Boden des Grundgesetzes Bestand hätte, habe ich auch. Ob man von diesen Enteignungen Genossenschaften einfach Ausnehmen kann, das glauben nicht mal die Genossenschaften.

Die den privaten Unternehmen zu zahlenden Entschädigungen für die Wohnungen – die das Land Berlin ihnen übrigens vor Jahren zu einem Spottpreis überlassen hat – wäre außerdem so hoch, dass unterm Strich kein Vorteil dabei herauskäme, weder für den Steuerzahler noch für die Mieter.

Enteignen und Entschädigen schafft keine einzige Wohnung zusätzlich. Das Geld wäre im Neubau von Sozialwohnungen besser investiert. Bezahlbare Wohnungen sind wichtig, enteignen ist der falsche Weg. Sollen es heute Unternehmen mit mindestens 3000 Wohnungen sein – warum eigentlich ausgerechnet 3000? – könnten es morgen welche mit zehn Wohnungen sein, übermorgen alle Besitzer von Eigentumswohnungen und dann die der Kleingärten ich will da gar nicht weiterdenken.

Aber wahrscheinlich rege ich mich auch ganz umsonst auf: Das Ergebnis des Volksentscheids ist für die Landesregierung nämlich sowieso nicht bindend. Und bis der zu erwartende Rechtsstreit ausgefochten ist, wird schon die nächste oder übernächste Landesregierung am Ruder sein.

Wird es in Deutschland eine Enteignung geben?

Enteignung: Bedeutung für Immobilieninhaber – Die Voraussetzungen und der Ablauf einer Enteignung sind in Artikel 14 Abs.3 GG gesetzlich geregelt. Als Enteignung wird der Entzug des Eigentums an einer beweglichen oder unbeweglichen Sache durch den Staat gegen eine Entschädigung bezeichnet.

Wann ist die Enteignung in Deutschland?

3. Wie erfolgt bei einer Enteignung die Entschädigung beziehungsweise der Schadenersatz? – Artikel 14 und 15 GG sehen vor, dass der Eigentümer eine Entschädigung für die Enteignung erhält. Sie soll unter Abwägung der „gerechten Interessen der Allgemeinheit und der Beteiligten” festgelegt werden.

Eine Enteignung ohne Entschädigung verstößt grundsätzlich gegen das Gesetz, doch die Frage stellt sich, welche Entschädigungssumme als angemessen zu sehen ist. Einen Anspruch auf Schadenersatz sieht der Gesetzgeber generell nicht vor. Enteignungen sollen gemäß der Vorgaben des BauGB entsprechend des Verkehrswerts des betreffenden Grundstücks entschädigt werden.

Lediglich im Ausnahmefall darf ein niedriger als der am Markt erzielbare Wert für die Höhe der Entschädigungssumme angesetzt werden. Das Problem besteht allerdings darin, welcher Zeitpunkt der Immobilienbewertung zugrunde gelegt werden soll. Laut BauGB soll der Verkehrswert zum Zeitpunkt der Entscheidung über den Antrag auf Enteignung bestimmt werden.

Was ist dran am Lastenausgleich 2025?

Hat die Regierung einen Lastenausgleich geplant? – Nein. Das Gerücht, dass ab dem Jahr 2025 ein sogenannter Lastenausgleich kommt, beruht zunächst auf der Tatsache, dass die Grundsteuer in Deutschland aktuell neu geordnet wird. Mit der Reform müssen alle Immobilien in Deutschland neu bewertet werden.

  1. Dabei nimmt der Gesetzgeber deren Besitzer und Besitzerinnen in eine besondere Pflicht.
  2. Sie müssen in diesem Jahr eine eigene Steuererklärung beim für die Neuberechnung einreichen, genauer gesagt eine Feststellungserklärung.
  3. Dafür müssen sie eine Menge Daten ans Finanzamt liefern.
  4. Im Internet wird daher spekuliert, dass diese Daten als Grundlage dienen, um festzustellen, wie viel Vermögen zumindest mit Blick auf Grundstücke und Immobilien jeder Einzelne in Deutschland hält.

WISO Grundsteuer – jetzt mit 5% Nachlass Bei greifen viele Bürger zu Software-Helfern, besonders beliebt ist das, Mit gibt es jetzt auch ein praktisches Tool für die Grundsteuer-Erklärung, die Millionen Deutsche in diesem Jahr zusätzlich abgeben müssen.

Abgerechnet wird dabei nach Grundstücken. Drei sind im Preis von 29,95 Euro enthalten. Über FOCUS online bekommen Sie, Allerdings ist ein solcher Lastenausgleich weder politisch beschlossen, noch finden sich in dem von den Regierungsparteien getragenen Koalitionsvertrag Pläne, die derartiges vermuten lassen.

Es gebe keine Vereinbarung zur Einführung eines Lastenausgleichs, heißt es dazu auch etwa in der Antwort der Bundesregierung ( ) auf eine „Kleine Anfrage” der AfD-Fraktion ( ), die sich unter anderem nach den neuen Diskussionen in der Koalition über eine einmalige Vermögensabgabe erkundigt hatte.

Wie viel Entschädigung bei Enteignung?

§ 95Entschädigung für den Rechtsverlust https://dejure.org/gesetze/BauGB/95.html § 95 BauGB (https://dejure.org/gesetze/BauGB/95.html) § 95 Baugesetzbuch (https://dejure.org/gesetze/BauGB/95.html) Tipp: Sie können bequem auch Untereinheiten des Gesetzestextes (Absatz, Nummer, Satz etc.) zitieren.

Halten Sie dafür die Umschalttaste ⇧ gedrückt und bewegen Sie die Maus über dem Gesetzestext. Der jeweils markierte Abschnitt wird Ihnen am oberen Rand als Zitat angezeigt und Sie können das Zitat von dort kopieren. (1) Die Entschädigung für den durch die Enteignung eintretenden Rechtsverlust bemisst sich nach dem Verkehrswert (§ ) des zu enteignenden Grundstücks oder sonstigen Gegenstands der Enteignung.

Maßgebend ist der Verkehrswert in dem Zeitpunkt, in dem die Enteignungsbehörde über den Enteignungsantrag entscheidet. (2) Bei der Festsetzung der Entschädigung bleiben unberücksichtigt

1. Wertsteigerungen eines Grundstücks, die in der Aussicht auf eine Änderung der zulässigen Nutzung eingetreten sind, wenn die Änderung nicht in absehbarer Zeit zu erwarten ist;
2. Wertänderungen, die infolge der bevorstehenden Enteignung eingetreten sind;
3. Werterhöhungen, die nach dem Zeitpunkt eingetreten sind, in dem der Eigentümer zur Vermeidung der Enteignung ein Kauf- oder Tauschangebot des Antragstellers mit angemessenen Bedingungen (§ Abs.2 Satz 1 und § ) hätte annehmen können, es sei denn, dass der Eigentümer Kapital oder Arbeit für sie aufgewendet hat;
4. wertsteigernde Veränderungen, die während einer Veränderungssperre ohne Genehmigung der Baugenehmigungsbehörde vorgenommen worden sind;
5. wertsteigernde Veränderungen, die nach Einleitung des Enteignungsverfahrens ohne behördliche Anordnung oder Zustimmung der Enteignungsbehörde vorgenommen worden sind;
6. Vereinbarungen, soweit sie von üblichen Vereinbarungen auffällig abweichen und Tatsachen die Annahme rechtfertigen, dass sie getroffen worden sind, um eine höhere Entschädigungsleistung zu erlangen;
7. Bodenwerte, die nicht zu berücksichtigen wären, wenn der Eigentümer eine Entschädigung in den Fällen der §§ bis geltend machen würde.

3) Für bauliche Anlagen, deren Rückbau jederzeit auf Grund öffentlich-rechtlicher Vorschriften entschädigungslos gefordert werden kann, ist eine Entschädigung nur zu gewähren, wenn es aus Gründen der Billigkeit geboten ist. Kann der Rückbau entschädigungslos erst nach Ablauf einer Frist gefordert werden, so ist die Entschädigung nach dem Verhältnis der restlichen zu der gesamten Frist zu bemessen.

Unterlassen einer Richtervorlage aufgrund unvertretbarer verfassungskonformer, Rechtmäßigkeit einer bebauungsplanakzessorischen Administrativenteignung; Keine, Baulandsache: Entschädigungsanspruch bei Wegfall einer planungsrechtlich, Sanierungsrechtlicher Ausgleichsbetrag: Ermittlung der sanierungsbedingten, Berufung; Teilstattgabe; vorzeitige Besitzeinweisung nach Bundesfernstraßenrecht;, Enteignungsentschädigung bei einer städtebaulichen Entwicklungsmaßnahme Erschließungsbeitrag; Erschließungsanlage; Anbaustraße; natürliche,

Allgemeines Städtebaurecht

Regelung der baulichen und sonstigen Nutzung; Entschädigung

Entschädigung

§ (Entschädigung und Verfahren)

Enteignung

Entschädigung

§ (Entschädigung für andere Vermögensnachteile) § (Entschädigung in Land)

: § 95Entschädigung für den Rechtsverlust

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