Welche Folgen Hat Die Arbeitslosigkeit Für Den Staat?

Welche Folgen Hat Die Arbeitslosigkeit Für Den Staat
Folgen der Arbeitslosigkeit Die Wirkung der Arbeitslosigkeit auf die Betroffenen wird in den ökonomischen Lehrbüchern überwiegend ausgeblendet. Ökonomen interessieren sich primär für die ökonomischen Ursachen, gesamtfiskalischen Kosten und makroökonomischen Folgen der Arbeitslosigkeit, weniger für ihre individuellen Folgen.

  • Die individuellen und gesellschaftlichen Folgen von Arbeitslosigkeit werden allerdings in verschiedenen sozialwissenschaftlichen Forschungszweigen beleuchtet, auch wenn festzustellen ist, dass es auch hier noch viele Forschungslücken gibt.
  • Die Mehrzahl der Studien kommt aus den Bereichen der gesundheitspsychologischen und sozialmedizinischen Forschung.

Mögliche individuelle Folgen der Arbeitslosigkeit, insbesondere der Langzeitarbeitslosigkeit, sind u.a. psychologische und gesundheitliche Probleme, Entqualifizierung (Entwertung der bisher erlangten Qualifizierung), gesellschaftlich-kulturelle und soziale Isolation (Stigmatisierung), familiäre Spannungen und Konflikte, Schuldgefühle, Aggressivität und Verarmung.

Zwischen den meisten genannten Folgen besteht dabei ein sehr enger Zusammenhang. Die Folgen von Arbeitslosigkeit beschränken sich nicht auf die Arbeitslosen selbst. Auch für nahe Angehörige kann Arbeitslosigkeit eine gravierende Beeinträchtigung von Wohlstand, Selbstachtung, sozialem Ansehen und Lebenschancen bedeuten.

Selbst bei erwerbstätigen Angehörigen werden durch das Eintreten der Arbeitslosigkeit innerhalb der Familie oder des Haushalts Arbeitsvermögen, Leistung, Solidarität und Krankenstand negativ beeinflusst. Daneben ist Arbeitslosigkeit auch ein Problem für die gesamte Gesellschaft.

Gesamtgesellschaftliche Folgen der Arbeitslosigkeit sind u.a. Verlust von Steuereinnahmen und Sozialabgaben, hohe Kosten für Arbeitslosengeld I und II, Verlust der Kaufkraft des Einzelnen und damit Reduzierung der Binnenkonjunktur, Anstieg der Kriminalität, politische Instabilität, sowie weitere Kosten zur Behebung bzw.

Linderung der individuellen Folgen. Im Folgenden werden kurz einige Forschungsergebnisse zu den individuellen Folgen der Arbeitslosigkeit vorgestellt. Anschließend werden Berechnungen des IAB zu den gesamtfiskalischen Kosten der Arbeitslosigkeit präsentiert.

Was sind die Folgen von Arbeitslosigkeit für den Staat?

Das sind die Folgen von Arbeitslosigkeit – Arbeitslosigkeit hat zahlreiche Auswirkungen auf eine Gesellschaft: Das Bruttoinlandsprodukt und die Steuereinnahmen verringern sich, während gleichzeitig Sozialkosten wie die Zahlung von Arbeitslosengeld und Arbeitslosenhilfe steigen.

Zudem kann eine hohe Arbeitslosenquote den sozialen Frieden und die politische Stabilität eines Landes gefährden. Denn mit steigender Arbeitslosigkeit geht mitunter auch eine steigende Armut einher, die eine erhöhte Kriminalität und einen zunehmenden Unmut der Bevölkerung hervorrufen kann. Dies kann den Nährboden für extremistische politische Strömungen bieten.

Aber auch für den individuellen Arbeitnehmer kann Arbeitslosigkeit negative Folgen haben, die nicht zu unterschätzen sind. Dies sind einige mögliche Auswirkungen für Betroffene:

  • finanzielle Einbußen und evtl. Verarmung
  • psychische Folgen wie Selbstzweifel, Hoffnungslosigkeit und Resignation
  • gesundheitliche Probleme wie Depressionen, Bluthochdruck, erhöhte Blutfettwerte, Suchterkrankungen, erhöhtes Herzinfarktrisiko etc.
  • erhöhtes Sterblichkeitsrisiko
  • Entqualifizierung: die erworbene Qualifizierung verliert ihren Wert
  • Verlust des gesellschaftlichen Ansehens
  • Abbruch von sozialen Kontakten
  • gesellschaftliche und kulturelle Isolation
  • Stigmatisierung als „Sozialschmarotzer”
  • Diskriminierung
  • erhöhte Suizidgefahr
  • fehlende Möglichkeit der Identitätsentwicklung über die Arbeit im Falle von Jugendarbeitslosigkeit
  • keine Möglichkeit der Selbstverwirklichung über die Arbeit

Welche Folgen Hat Die Arbeitslosigkeit Für Den Staat Die Angst vor Arbeitslosigkeit hält viele Arbeitnehmer davon ab, ihr Arbeitsverhältnis zu beenden, obwohl sie unzufrieden sind. Selbst Arbeitnehmer, die einen Arbeitsplatz haben, werden von Arbeitslosigkeit negativ beeinflusst. So verbleiben Angestellte aus Furcht davor, keinen neuen Job zu finden, häufig in ihrer Tätigkeit, selbst wenn sie mit dieser unzufrieden sind.

Welche Auswirkung kann eine Arbeitslosigkeit haben?

Psychosoziale Auswirkungen – Zu den aufschlussreichsten und realitätsnähesten Studien des Phänomens „Arbeitslosigkeit” zählt die Studie von Paul Lazarsfeld, Marie Jahoda und Hans Zeisel, „ Die Arbeitslosen von Marienthal “, die zu den Klassikern der empirischen Sozialforschung zählt.

  • Die dortigen Ergebnisse wurden im Großen und Ganzen von weiteren Studien immer wieder bestätigt.
  • Mögliche individuelle Folgen der Arbeitslosigkeit, insbesondere der Langzeitarbeitslosigkeit, sind psychische und gesundheitliche Probleme, Entqualifizierung (Entwertung der bisher erlangten Qualifizierung), gesellschaftlich-kulturelle Isolation und Verarmung.

In vielen Fällen wirkt sich das auch auf die folgenden Generationen aus, denn die Kinder von Arbeitslosen haben schlechtere Chancen geistig und körperlich gesund aufzuwachsen. Arbeit ist für viele Menschen ein psychosozialer Stabilisierungsfaktor und regelt Tagesstruktur und das soziale Umfeld.

Während in ärmeren Ländern bei Arbeitslosigkeit auch heute noch die materielle Not im Vordergrund steht, sind es nach Meinung von Politikern in der Bundesrepublik Deutschland heute vor allem die psychosozialen Auswirkungen der Arbeitslosigkeit. Allerdings wird beklagt, dass sich die materielle Situation in Deutschland in jüngster Zeit wieder verschlechtert habe.

Zu den potenziellen psychischen Folgen zählen Hoffnungslosigkeit, Selbstzweifel und Resignation, Da der persönliche Erfolg und die soziale Anerkennung stark von beruflichen Leistungen abhängen, fehlt dem Arbeitslosen die Bestätigung seiner Umwelt. Darüber hinaus wird kritisiert, dass infolge von Seiten der Politik in den Medien ausgetragenen „Faulheitsdebatten” ein Klima entstanden sei, das die Diskriminierung von Arbeitslosen begünstige.

Stärker betroffen sind ältere Arbeitslose, die jahrelang an eine feste Arbeitsstruktur gewöhnt waren und alleinstehende Männer, die zu vermehrter Isolation neigen. Folgen können Depressionen, Suchterkrankungen und eine durch Hoffnungslosigkeit und Lebensunlust erhöhte Suizidneigung sein. So kann es zum Abbruch von sozialen Kontakten kommen.

Gerade bei Jugendlichen ist Arbeitslosigkeit bedenklich, da ihnen so ein Mittel zur Identitätsentwicklung fehlt. Obwohl der Arbeitsplatz für viele Menschen Status und Identität definiert, gibt es keinen direkten kausalen Zusammenhang zwischen Arbeitslosigkeit und Gewaltverbrechen, wie Christopher Cramer von der School of Oriental and African Studies zeigt.

Hohe Arbeitslosigkeit kann sich auch auf die Arbeitskräfte auswirken, die Arbeit haben. Die Angst vor Verlust des Arbeitsplatzes erzeugt einen starken psychischen Druck. Daher werden Arbeitsplätze wegen des damit verbundenen Risikos auch seltener gewechselt und man verharrt in einer sicheren Tätigkeit, selbst wenn diese einen (z.B.

infolge Mobbing ) krank und depressiv macht.2005 wurde bei den Umfragen des SOEP auch Selbstaussagen zum Charakter ( Big Five Eigenschaften) von Arbeitslosen eingeholt. Zunehmende Arbeitslosigkeitsdauer war im Ergebnis der Selbstauskünfte negativ korreliert mit Rigidität/ Gewissenhaftigkeit und positiv korreliert mit Neurotizismus (umgedreht für Beschäftigungsdauer).

  1. Für Extraversion und Verträglichkeit konnte kein Zusammenhang zur Dauer der Arbeitslosigkeit festgestellt werden.
  2. Offenheit war nur für weibliche Arbeitslose und Arbeiter mit Migrationshintergrund negativ mit der Arbeitslosigkeitsdauer korreliert.
  3. Das Robert Koch-Institut stellte fest, dass arbeitslose Menschen einen schlechteren Gesundheitszustand haben als Berufstätige : „Die Wahrscheinlichkeit, die eigene Gesundheit weniger gut oder schlecht einzuschätzen, erhöht sich mit der Dauer der Arbeitslosigkeit.

Ein oder mehrere Jahre lang arbeitslose Männer geben bis vier Mal so häufig einen weniger guten oder schlechten Gesundheitszustand an, wie berufstätige Männer ohne Zeiten von Arbeitslosigkeit.” Auch das gesundheitsbewusste Verhalten ist geringer, wobei sich hier ein geschlechtsspezifischer Unterschied zeigt, wie das Beispiel Rauchen verdeutlicht: „Während 49 % der im Bundes-Gesundheitssurvey 1998 befragten arbeitslosen Männer rauchen, sind es unter den berufstätigen männlichen Befragten 34 %.

  • Arbeitslose Männer verbringen mehr als doppelt so viele Tage im Krankenhaus wie berufstätige Männer.
  • Arbeitslose Frauen verbringen 1,7-mal so viele Tage im Krankenhaus wie berufstätige Frauen.
  • Die Sterblichkeit steigt kontinuierlich in Abhängigkeit von der vorausgehenden Arbeitslosigkeitsdauer.
  • Es wurden Hinweise darauf gefunden, dass Arbeitslosigkeit ursächliche Auswirkungen auf die Entwicklung schwerer Krankheiten hat.

Allerdings ist in Studien dieser Art die Kausalität oft unsicher. So wurde von Befragten auch angegeben, dass die Arbeitslosigkeit durch ihre bereits eingeschränkte Gesundheit hervorgerufen wurde oder dass die Gesundheitsschäden bereits durch Erwerbsarbeit entstanden.

Was macht der Staat um die Arbeitslosigkeit zu verringern?

GRIN – Strategien zum Abbau der Arbeitslosigkeit Free online reading Strategien zum Abbau der Arbeitslosigkeit In Deutschland sind derzeit über 4 Mio. Menschen offiziell ohne Arbeit. Nicht mitgezählt sind, wer an ABM teilnimmt, wer umgeschult oder fortgebildet wird, wer wegen Arbeitslosigkeit in den Vorruhestand gegangen ist, wer kurzarbeitet oder nicht beim Arbeitsamt als arbeitslos gemeldet ist.

Die Beschäftigungspolitik hat zur Aufgabe, die aus Unvollkommenheit des Arbeitsmarktes resultierende fritktionelle und strukturelle Arbeitslosigkeit zu minimieren, ebenso den Mangel und Überangebot von Arbeitsplätzen und qualifizierten Arbeitnehmern durch bedarfsgerechte Umschulungs- und Weiterbildungsmaßnahmen auszugleichen.

Vordringliche Ziele sind die Wiedergewinnung eines hohen Beschäftigungsstandes und der Abbau der Arbeitslosigkeit. Die Regierung wird aufgefordert, eine verstärkte aktive Arbeitsmarktpolitik zu betreiben und eine breite Palette von staatlichen Maßnahmen und Eingriffen (Umverteilung von Arbeit durch den Staat, ABM der öffentlichen Hand) zu tätigen.

  • Für den Staat ist es wesentlich kostengünstiger die Arbeitslosigkeit zu verhindern, als sie zu finanzieren.
  • Kosten der Arbeitslosigkeit
  • Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten
  • Ursachen der Arbeitslosigkeit:
  • Der weitaus größte Teil der Arbeitslosigkeit ist nicht konjunktureller, sondern struktureller Art:
  • Änderungen der Nachfrage, Verschiebungen in der weltweiten Arbeitsteilung und technischer
  • Fortschritt führen dazu, daß Wirtschaftszweige an Bedeutung verlieren und andere an Bedeutung gewinnen, Branchen verschwinden und neue entstehen; insbesondere im Dienstleistungssektor und in der Elektronik.
  • Dennoch nimmt die Arbeitslosigkeit immer mehr zu. Die Ursachen sind vielseitig, doch lassen sich einige Hauptkomponenten unterscheiden:
  • – strukturelle Arbeitslosigkeit

Die Struktur der Nachfrage nach Arbeitskräften deckt sich nicht mit der Struktur des Angebots. Diese Art der AL ist am schwierigsten zu bekämpfen. – sektorale Arbeitslosigkeit Diese ist bedingt durch den technischen Fortschritt bei Ersatz des Menschen durch Maschinen (Wegrationalisierung von Arbeitsplätzen), durch Strukturänderungen eines Wirtschaftszweiges etc.

  1. – regionale Arbeitslosigkeit
  2. Diese ist insbesondere mit der Mobilität der Arbeitnehmer und auch durch Investitionsanreize in wirtschaftlich schwachentwickelten Gebieten entgegenzuwirken.
  3. – saisonale Arbeitslosigkeit (aktuelles Beispiel: die AL ist im Frühjahr um 200000 zurückgegangen, Grund dafür ist die jahreszeitlich bedingte benötigte Arbeitskraft im Baugewerbe, in der Landwirtschaft etc.) – friktionelle Arbeitslosigkeit (ständiger Arbeitsplatzwechsel, Mutterschutz ist mit Übergangszeiten verbunden)
  4. – konjunkturelle Arbeitslosigkeit
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Ein anhaltender Rückgang der Nachfrage, sei es im Konsum-, Investitions- oder Exportbereich, führt zu Beschäftigungseinbußen. Eine Zunahme der Beschäftigung ist nur durch eine Zunahme von Investitionen zu erreichen. Alles was das Wirtschaftswachstum fördert, verbessert auch die Situation am Arbeitsmarkt.

Die zur Förderung des Wirtschaftswachstums oft geforderten staatlichen Investitionen z.B. auf dem Gebiet des Umweltschutzes, und staatliche Maßnahmen zur Anregung der privaten Investitionsfähigkeit mögen einen gewissen Beitrag leisten, nur erhöhen sie zugleich wiederum die staatliche Verschuldung. Trotz steigendem Wirtschaftswachstum wird das Vollbeschäftigungsziel weit verfehlt, obwohl beschäftigungspolitische und wachstumspolitische Aspekte in einem Harmonieverhältnis stehen.

Lösungsansätze: 1) Mehr Arbeitsplätze durch Wachstum Vor allem im High-Tech Bereich über Verfahrens- und Produktinnovationen, die mit neuartigen Gütern zusätzlich eine preiselastische Nachfrage auslösen. Produktionssteigerungen führen zu relativen Preissenkungen, die eine Absatzausweitung und Beschäftigungserhöhung nach sich ziehen.

  • Zur Folge hat dies auch eine Einkommenserhöhung.
  • Daraus folgt mehr Konsum, steigende Nachfrage, steigende Produktivitätsgewinne, mehr Investitionen,2) Erweiterung des Dienstleistungssektors Fraglos ist die Ausweitung des Angebots von Dienstleistungen in vielen Fällen angesichts bestehender Defizite (z.B.

bei Gesundheitsprävention und Krankenpflege, Kinderbetreuung, Umweltsanierung) angezeigt. In vielen anderen Bereichen wäre eine Ausweitung wünschenswert, durch Bereitstellung der erforderlichen Maßnahmen bzw. Auslösung entsprechender Nachfrage könnten erhebliche Beschäftigungsmöglichkeiten geschaffen werden.

Dieser Ansatz wird eher bezweifelt, da auch im Dienstleistungssektor eher abgebaut wird und es wird bezweifelt, ob die Sektoren fähig sind die materiellen Voraussetzungen für die Nutzung eines expandierenden Dienstleistungssektors gewährleisten können.3) Nachhaltigkeit Das Wirtschaftstempo sollte um jeden Preis erhöht werden, auch mit der Konsequenz, daß noch weitergehende Nebenwirkungen für die Umwelt entstehen.

Dadurch entstehen Widersprüche zwischen Umweltschutz- und Beschäftigungszielen.4) Änderung der Produktionsweise Die derzeitige Produktionsweise ist keinesfalls zukunftsfähig. “Weiter wie bisher” bedeutet eine Fortsetzung der Plünderung nichtregenerativer Ressourcen und massive Umweltzerstörung und ist auf lange Sicht ausgeschlossen.

Voraussetzung ist eine Pruduktionsweise, die den Kriterien der Nachhaltigkeit gerecht wird (Ziel der nachhaltigen Entwicklung ist die Produktivität von Natur und Umwelt auf Dauer zu erhalten). Um die Voraussetzung dafür zu schaffen, sind zusätzliche Arbeitsplätze notwendig.5) Senkung der Lohnnebenkosten Beitragen zu einer solchen Entlastung kann die Eliminierung wesensfremder Kostenbestandteile.

Niedrigere Lasten auf den Faktor Arbeit führen dazu, daß wieder Arbeitsplätze geschaffen werden. Das Ergebnis ist eine zusätzliche Beschäftigung und eine steigende Zahl von Beitragszahlern bei sich verringerndem Sozialaufwand, d.h. auch Entlastungen für den Staat.6) Abbau der Benachteiligung des Faktors Arbeit Es geht darum, den Faktor Arbeit wirksam zu entlasten und herauszuarbeiten, wo neue Arbeitsplätze entstehen könnten, sowie umfassende Aufklärung über die maßgeblichen Zusammenhänge betreiben, das nötige Qualifikationsniveau bei Betrieben und Arbeitskräften zu schaffen und gezielte Anstöße für frühzeitige Umsetzung solcher Konzepte zu liefern.

Wer sich für Schaffung von Arbeitsplätzen durch einen Abbau der wettbewerbswidrigen Nachteile des Faktors Arbeit einsetzt, der trägt damit auch zu sparsameren Ressourcenverbrauch und zum Erhalt der natürlichen Lebensbedingungen bei. Falscher Ansatz ist: Entstehung von Arbeitsplätzen durch Senkung der Löhne! Durch den Abbau der Benachteiligung des Faktors Arbeit lassen sich erhebliche Beschäftigungspotentiale mobilisieren.

Ein Großteil der verdrängten Produktionen und Dienstleistungen verschwand nicht mangels Nachfrage, sondern wurde in andere Bereiche wie Do-it yourself, Nachbarschaftshilfe, Schwarzarbeit abgedrängt. Wären z.B. handwerkliche Leistungen billiger, würde die Anschaffung für Heimwerkmaschinen unrentabler.

  • Es würde zu einer höheren Nachfrage nach dem Motto “Reparieren statt Wegwerfen” kommen, mit der Folge eines Beschäftigungsschubes.
  • In vielen Bereichen könnten neuartige Arbeitsplätze entstehen.
  • Wichtige Beispielsfelder sind z.B.
  • Recycling, ressourcen- und energiesparende Techniken, Reparieren statt Wegwerfen.

Neuartige Arbeistplätze, die zu Energiesparung und Verbesserung der Umweltsituation beitragen, können in folgenden Feldern geschaffen werden: z.B. in der Solarthermie (Gewinnung von Warmwasser über Sonnenkollektoren), der Regenwassernutzung etc. Es werden 2 Gründe genannt, warum die Potentiale Arbeitsplätze zu schaffen und gleichzeitig die Umwelt zu schonen und Geld zu sparen nicht genutzt werden: 1.

Marketingproblem: Es besteht ein Aufklärungsproblem gegenüber der Öffenltichkeit. Wenn diese entsprechend informiert werden würden über die Ansätze, ist mit einem entsprechenden Anstieg der Nachfrage, Rahmenbedingungen zu schaffen, zu rechnen. Adressaten wären vor allem Bauherren, Architekten, Hausbesitzer etc.

(Problem: Innovationen werden verhindert, alles Neue wird als riskant gesehen, es fehlt die Lernbereitschaft) 2. gegenläufige Interessenlagen: Negative Auswirkungen der o.g. Techniken könnten die Hersteller bzw. Importeure von Energie, Trinkwasser etc. befürchten.

  1. Das Aufbrechen von Blockaden bietet sich in kommunalpolitischer Ebene.7) Mehr Flexibilität in der Lohnpolitik Eine verhaltene Lohnpolitik verbessert die Gewinnerwartungen der Unternehmen und stützt so die Investitionssteigerung.
  2. Die Gewerkschaften sollten sich mit ihren Lohnforderungen etwas zurückhalten (Lohnzurückhaltung der Tarifparteien).

Tarifvertragliche Regelungen können nicht mehr unterschiedslos und flächendeckend für jeden, unter allen Umständen und zu jeder Zeit gelten.

  • 8) Mehr Flexibilität in der Gestaltung der Arbeitszeit
  • Arbeitszeitverkürzung ist die herausragende gesellschaftliche Forderung der Gewerkschaften zur Bekämpfung der Massenarbeitslosigkeit.
  • Es gibt eine Vielzahl von Möglichkeiten:
  • 1. Tägliche Arbeitszeitverkürzung

Die Einführung der 35 Std. Woche der Gewerkschaften in allen Wirtschaftsbereichen gilt als vorangiges Ziel zur Sicherung vorhandener und zur Schaffung neuer Arbeitsplätze.2. Wöchentliche Arbeitszeitverkürzung Dabei werden Arbeitszeitverkürzung und voller Lohnausgleich als zusammengehörige Forderung, d.h.

  1. Einzelheiten der Arbeitszeitregelungen sollten nicht von den Gewerkschaften bestimmt werden, sondern vor Ort ausgehandelt werden (dem Unternehmen angepasst werden).
  2. 3. Teilzeitarbeit und Abbau der Überstunden
  3. 4. Lebensarbeitszeitverkürzung

Eine Herabsetzung der Altersgrenze für Männer und Frauen würde Neubesetzungen bringen. Die Verkürzung der Lebenszeit erschwert aber die Lösung des Rentenproblems (hohe alternde Bevölkerung, geringe Geburtenrate), das durch betriebliche Altersvorsorge, private Vorsoge und Beteiligung der Arbeitnehmer am Produktivkapital ergänzt werden soll.

Rolle des Staates: Lohnpolitische Zurückhaltung ist notwendig, um möglichst viele Unternehmen in der Lage zu versetzen, Neues zu wagen und zu investieren, um durch Innovationen auch ihre internationalen Wettbewerbsfähigkeit zu stärken. Nur investieren erzeugt wirtschaftliche Dynamik und Wachstum und nur so verbessern sich die Beschäftigungsmöglichkeiten.

Die unternehmerische Risikofreude zu Investitionen muß durch den Staat gestärkt werden. Die Wirtschaftspolitik als Angebotspolitik zielt auf die Nutzung neuer oder brachliegender Möglichkeiten der Wohlstandssteigerung. In Zeiten hoher Arbeitslosigkeit sollte dadurch die Nachfrage nach Arbeitskräften gesteigert werden Zu ergreifende Maßnahmen: Ziel aller Maßnahmen muß sein, die gesamtwirtschaftliche Nachfrage zu beleben, was durch Investitionen geschehen kann.

  • – Senkung der Steuern und Reform des Steuersystems mit dem Ziel zu Investitionen und Schaffung von Arbeitsplätzen – Investitionszulagen – öffentliche Aufträge – Aufhebung von bürokratischem Aufwand, die die Schaffung von Arbeitsplätzen einschränken · Modernisierung des deutschen Arbeitsrechts – Wiedergewinnung einer Bildungspolitik, Investitionen in Bildung, Forschung und Wissenschaft, Schaffung von Ausbildungsplätzen – Schaffung von Anreizen zu innovativem Tätig werden – Hilfen bei der Qualifizierung und Umqualifizierung von Arbeitskräften · Erleichterung der Integration von Langzeitarbeitslosen – Bekämpfung der Schwarzarbeit und illegaler Beschäftigung, Stopp des Mißbrauchs von 620- Mark-Jobs – Änderung des Sozialsystems (Senkung der Sozialabgaben)
  • – Einführung der Ökosteuer (Energiepreise erhöhen – Arbeitskosten senken=Förderung der
  • Umwelt und Schaffung von AP)

: GRIN – Strategien zum Abbau der Arbeitslosigkeit

Was passiert wenn die Arbeitslosigkeit sinkt?

Wesentliche Ursachen der Langzeitarbeitslosigkeit –

Rezession Die konjunkturelle Situation hat einen wesentlichen Einfluss auf die Höhe der Langzeitarbeitslosenquote. So ist es während der Phase der Rezession bedeutend schwieriger eine Stelle zu finden als während der Hochkonjunktur. Als Folge werden mehr Kurzzeitarbeitslose zu Langzeitarbeitslosen. Da bei einem konjunkturellen Einbruch mehr Arbeitskräfte entlassen werden als bei einer nachfolgenden wirtschaftlichen Erholung wieder eingestellt werden können, entsteht eine Akkumulation von Arbeitslosen. Rationalisierung Durch die Rationalisierung von Produktionsprozessen und den technologischen Wandel kann eine kleiner werdende Zahl von Arbeitskräften eine größere Menge Waren produzieren. Eine Vielzahl von ungelernten Arbeitskräften kann z.B. durch eine geringere Zahl von Facharbeitern ersetzt werden. Im Zuge von Rationalisierung und Globalisierung, Anwendung neuer wissenschaftlicher und technischer Lösungen ist in den Industriegesellschaften auch eine vermehrte Substitution (Ersatz) von Arbeit durch Kapital zu beobachten. Um ihre Konkurrenzfähigkeit aufrecht zu erhalten, reduzieren viele Unternehmen ihre Belegschaften. In diesem Zusammenhang ist die politische Abkehr vom keynesianischen Wirtschaftsmodell erwähnenswert. Vollbeschäftigung, wie sie das Ziel des keynesianischen Wirtschaftsmodells ist, lässt sich in Zeiten von Massenarbeitslosigkeit nur durch eine hohe Inflation und eine große Staatsverschuldung aufrecht erhalten. Lohnstarre Die starre Lohnstruktur Westeuropas wird ebenfalls von vielen Ökonomen und Politikern als eine wichtige Ursache der Arbeitslosigkeit gesehen. Entsprechend der klassischen ökonomischen Theorie findet ein freier Markt automatisch durch Anpassung von Angebot und Nachfrage zum Gleichgewicht. Im Falle des Arbeitsmarktes müsste das durch eine Anpassung der Löhne geschehen, d.h., steigt die Anzahl der Arbeitslosen, müssten die Löhne sinken, bis der Gleichgewichtspunkt erreicht ist. Der Arbeitsmarkt ist jedoch kein freier Markt in diesem Sinne, da eine Vielzahl von Restriktionen das Verhalten von Arbeitnehmern und Arbeitgebern bestimmen. So verhindern die ausgehandelten Mindesteinkommen ein Absinken der Reallöhne in Zeiten hoher Arbeitslosigkeit. So kann Arbeitslosigkeit, sieht man nur die monetäre Seite, billiger sein als Vollbeschäftigung. Eine Studie der OECD weist auf diesen Zusammenhang hin. Hier werden besonders die Niederlande, Frankreich und Deutschland genannt, die eine ausgeprägte Lohnstarrheit kennzeichnen und gleichzeitig ein starkes Ansteigen der Arbeitslosigkeit. Der Anteil der Langzeitarbeitslosen variiert hier zwischen 41 und 49 %. Große Lohnflexibilität weisen Schweden, USA und Kanada auf mit einer vergleichsweise niedrigen Arbeitslosenrate. Nach DAHRENDORF ist die amerikanische Lohnflexibilität eine wichtige Erklärung für die geringe Langzeitarbeitslosigkeit. Seit Mitte der 1970er-Jahre sank in den USA das Reallohnniveau. „Das bedeutet, dass nicht wenige Menschen zwar Arbeit finden, aber arm bleiben. Dauerarmut ist das Gegenstück zur Dauerarbeitslosigkeit.” Mobilität Die nach wie vor geringe Mobilität der europäischen Arbeitnehmer erschwert es zusätzlich den Arbeitslosen, eine gleichwertige neue Beschäftigung zu finden. Trotz steigender Arbeitslosenraten klammern sich viele Arbeitslose, besonders ältere, an ihren Wohnort. Dieser geringen Mobilität der Arbeitskräfte steht eine zunehmende Mobilität des Kapitals gegenüber. So können Produktionsstandorte fast schon beliebig in Tieflohnländer ausgelagert werden, was wiederum steigende Arbeitslosenraten in den Industrieländern nach sich zieht. Nicht zuletzt sei die Arbeitslosigkeit selbst als Ursache für Langzeitarbeitslosigkeit genannt. Mit zunehmender Dauer der Arbeitslosigkeit sinken die Chancen für eine Vermittlung der Betroffenen. Berufliche Qualifikationen gehen schrittweise verloren; auch wegen der fehlenden innerbetrieblichen Weiterbildung. Außerdem vermuten Arbeitgeber hinter einer Langzeitarbeitslosigkeit spezielle Mängel des Stellenbewerbers.

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Was Kosten Arbeitslose den Staat?

Fazit – Die fiskalischen Kosten der Arbeitslosigkeit stiegen von 51,3 Milliarden Euro im Jahr 2019 auf 62,8 Milliarden Euro im Jahr 2020. Damit machten sie 1,88 Prozent des Bruttoinlandsprodukt Das Bruttoinlandsprodukt (BIP) misst den Wert der im Inland hergestellten Waren und Dienstleistungen (Wertschöpfung), soweit diese nicht als Vorleistungen für die Produktion anderer Waren und Dienstleistungen verwendet werden. “>Bruttoinlandsprodukts (BIP) aus. Damit wurde der langjährige Abwärtstrend bei den Kosten der Arbeitslosigkeit unterbrochen. Diese lagen im Jahr 2004 noch bei 4,2 Prozent des BIP und sanken bis 2019 auf knapp 1,5 Prozent. Da die Reserven der BA im Zuge der Corona-Krise komplett aufgebraucht wurden, benötigte die BA im Jahr 2020 eine Liquiditätshilfe des Bundes in Höhe von 6,9 Milliarden Euro, um ihren Haushalt auszugleichen. Zusammen mit den Ausgaben für Arbeitsmarktpolitik (inkl. Kurzarbeitergeld) gab es eine Steigerung der Kosten um 33,6 Milliarden Euro beziehungsweise 54 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Die BA braucht eine ausreichende Finanzreserve, um in Rezessionen nicht sofort auf die Liquiditätshilfen des Bundes zurückgreifen zu müssen. Auch die Corona-Krise hat gezeigt, dass die Arbeitslosenversicherung damit deutlich konjunkturstabilisierend wirkt, denn ohne Finanzpolster hätte die BA noch einen deutlich höheren Bundeszuschuss benötigt. Die Rücklage in Höhe von 25,8 Milliarden Euro Ende 2019 hätte ausgereicht, um einen normalen Arbeitsmarktabschwung abzufedern, allerdings nicht den durch die Covid-19-Pandemie ausgelösten externen Schock. In den nächsten Jahren wird sich die Herausforderung stellen, wieder eine Rücklage in ausreichender Höhe als Vorsorge für die nächste Rezession Eine Rezession liegt vor, wenn die Wirtschaft in zwei aufeinanderfolgenden Quartalen im Vergleich zu den Vorquartalen schrumpft (sinkendes Bruttoinlandsprodukt). “>Rezession aufzubauen. Hermann Gartner, Christian Hutter und Enzo Weber argumentieren in einem aktuellen IAB-Kurzbericht, dass der Beitragssatz zur Arbeitslosenversicherung dafür um einige zehntel Prozentpunkte steigen müsste.

Welche Nachteile haben Arbeitslose?

Folgen der Arbeitslosigkeit Die Wirkung der Arbeitslosigkeit auf die Betroffenen wird in den ökonomischen Lehrbüchern überwiegend ausgeblendet. Ökonomen interessieren sich primär für die ökonomischen Ursachen, gesamtfiskalischen Kosten und makroökonomischen Folgen der Arbeitslosigkeit, weniger für ihre individuellen Folgen.

Die individuellen und gesellschaftlichen Folgen von Arbeitslosigkeit werden allerdings in verschiedenen sozialwissenschaftlichen Forschungszweigen beleuchtet, auch wenn festzustellen ist, dass es auch hier noch viele Forschungslücken gibt. Die Mehrzahl der Studien kommt aus den Bereichen der gesundheitspsychologischen und sozialmedizinischen Forschung.

Mögliche individuelle Folgen der Arbeitslosigkeit, insbesondere der Langzeitarbeitslosigkeit, sind u.a. psychologische und gesundheitliche Probleme, Entqualifizierung (Entwertung der bisher erlangten Qualifizierung), gesellschaftlich-kulturelle und soziale Isolation (Stigmatisierung), familiäre Spannungen und Konflikte, Schuldgefühle, Aggressivität und Verarmung.

  • Zwischen den meisten genannten Folgen besteht dabei ein sehr enger Zusammenhang.
  • Die Folgen von Arbeitslosigkeit beschränken sich nicht auf die Arbeitslosen selbst.
  • Auch für nahe Angehörige kann Arbeitslosigkeit eine gravierende Beeinträchtigung von Wohlstand, Selbstachtung, sozialem Ansehen und Lebenschancen bedeuten.

Selbst bei erwerbstätigen Angehörigen werden durch das Eintreten der Arbeitslosigkeit innerhalb der Familie oder des Haushalts Arbeitsvermögen, Leistung, Solidarität und Krankenstand negativ beeinflusst. Daneben ist Arbeitslosigkeit auch ein Problem für die gesamte Gesellschaft.

  1. Gesamtgesellschaftliche Folgen der Arbeitslosigkeit sind u.a.
  2. Verlust von Steuereinnahmen und Sozialabgaben, hohe Kosten für Arbeitslosengeld I und II, Verlust der Kaufkraft des Einzelnen und damit Reduzierung der Binnenkonjunktur, Anstieg der Kriminalität, politische Instabilität, sowie weitere Kosten zur Behebung bzw.

Linderung der individuellen Folgen. Im Folgenden werden kurz einige Forschungsergebnisse zu den individuellen Folgen der Arbeitslosigkeit vorgestellt. Anschließend werden Berechnungen des IAB zu den gesamtfiskalischen Kosten der Arbeitslosigkeit präsentiert.

Was sind die Gründe für Arbeitslosigkeit?

Es gibt verschiedene Ursachen, die zur Arbeitslosigkeit führen. Die meisten Ökonomen und Arbeitsmarktforscher untergliedern Arbeitslosigkeit gemäß ihrer Ursächlichkeit in friktionelle, saisonale, konjunkturelle und strukturelle Arbeitslosigkeit.

Warum ist die Arbeitslosigkeit in Deutschland so hoch?

Für Juni 2022 zeigt sich: Die Arbeitslosigkeit ist gestiegen – auf 2,363 Millionen oder 5,2 Prozent. Die Ursache liegt vor allem in der Erfassung der Geflüchteten aus der Ukraine und auch für die kommenden Monate wird aus diesem Grund eine weitere Zunahme erwartet.

Wie lange arbeitslos sein ist ok?

Arbeitslosigkeit ist ein Schicksal, das jeden treffen kann – doch sollte die Zeit ohne Job nur von kurzer Dauer sein, damit die Karriere keinen Schaden nimmt. Dies ist ein Ergebnis der Studie Workplace Survey 2009, für die der spezialisierte Personaldienstleister Robert Half über 6.000 Personal- und Finanzmanager in 20 Ländern befragt hat.

  • Für Arbeitslose bedeutet die Suche nach einer neuen Stelle auch einen Wettlauf mit der Zeit : Bleiben sie längerfristig ohne Job, droht ihnen für ihr weiteres Berufsleben ein Karriereknick,
  • Durchschnittlich 7,6 Monate ohne Job gestehen deutsche Fachkräfte im Finanz- und Rechnungswesen Arbeitssuchenden zu und liegen damit im internationalen Trend.

Weltweit gehen die Finanzmanager von einer Karenzzeit von 7,1 Monaten aus, bis zu der eine neue Stelle angetreten werden muss. Einsame Spitze im internationalen Vergleich sind die Österreicher, die Arbeitslosen für ihre Jobsuche einen Zeitraum von 10,1 Monaten ohne Konsequenzen für den weiteren beruflichen Werdegang zugestehen.

  1. Die Zahlen der Workplace Survey beweisen, unter welchem Druck Arbeitslose stehen”, kommentiert Sven Hennige, Managing Director Central Europe bei Robert Half International, die Ergebnisse der Studie.
  2. Wir können von daher qualifizierten Fachkräften ohne Stelle nur raten, aus ihrer Suche nach einem neuen Job kein Geheimnis zu machen, sondern gleich ihr Netzwerk zu informieren – oft erhält man den entscheidenden Tipp von einer Person, von der man es nie vermutet hätte.

Auch Initiativbewerbungen können oft zum Erfolg führen. Allerdings gilt natürlich auch in diesem Fall, dass unbedingt ein individuelles Anschreiben formuliert werden muss und keine Serienbriefe verschickt werden dürfen.”

Welche Maßnahmen bei Arbeitslosigkeit?

Während sich die Situation am Arbeitsmarkt langsam wieder erholt, bleiben altbekannte Probleme bestehen: In einigen Berufen fehlen Arbeitskräfte, aber gleichzeitig steigt die Anzahl an Langzeitarbeitslosen. Drei einfache Maßnahmen gegen Arbeitslosigkeit könnten diese Probleme lösen. Maßnahmen gegen Arbeitslosigkeit auf einen Blick

Löhne erhöhen & Arbeitsbedingungen verbessern : In vielen Branchen fehlen Fachkräfte. Studien zeigen: Bessere Arbeitsbedingungen wie angenehmere Arbeitszeiten und eine höhere Entlohnung locken dringend benötigte Fachkräfte an. Arbeitszeit verkürzen : Eine kürzere Arbeitszeit erhöht die Attraktivität von Berufen, die von Personalmangel betroffen sind. Außerdem entstehen durch eine Arbeitszeitverkürzung auch neue Jobs. Jobgarantie für Langzeitarbeitslose : Ein Politprojekt aus Gramatneusiedl garantiert allen Langzeitarbeitslosen einen Job. Das Projekt verursacht keine zusätzlichen Kosten, denn Arbeitslosigkeit mit allen Sozialleistungen ist genauso teuer.

Warum ist die Arbeitslosigkeit in Deutschland so niedrig?

Überraschung am Arbeitsmarkt: Darum sinkt die Arbeitslosenzahl so deutlich Welche Folgen Hat Die Arbeitslosigkeit Für Den Staat Arbeitsamt Arbeitslosigkeit flickr/Freya Schmidt Durch den Herbstaufschwung ist die Zahl der Arbeitslosen in Deutschland im September auf 2,449 Millionen gesunken. Das ist der niedrigste Wert in diesem Monat seit der Wiedervereinigung. Gegenüber August nahm die Zahl der Erwerbslosen um 96.000 ab, wie die Bundesagentur für Arbeit (BA) mitteilte.

  1. Im Vergleich zum Vorjahr ging die Zahl der Jobsucher um 159.000 zurück.
  2. Die Arbeitslosenquote sank um 0,2 Punkte auf 5,5 Prozent.
  3. Der Arbeitsmarkt entwickelt sich weiter sehr positiv”, sagte BA-Chef Detlef Scheele am Freitag in Nürnberg.
  4. Im Zuge der einsetzenden Herbstbelebung habe die Arbeitslosigkeit sogar stärker als üblich abgenommen.

In den vergangenen drei Jahren war die Zahl der Jobsucher im September im Schnitt um 86.000 zurückgegangen. Die sinkende Arbeitslosenzahl hat hauptsächlich saisonale Gründe: Nach Ende der Werksferien stellen Unternehmen im Herbst wieder verstärkt Mitarbeiter ein.

  • Auch finden viele junge Leute einen Job, die nach Ende ihrer Ausbildung nicht übernommen worden waren und sich deshalb zum Sommerbeginn arbeitslos gemeldet hatten.
  • Aber auch saisonbereinigt sank die Zahl der Jobsucher: Die um jahreszeitliche Einflüsse bereinigte Erwerbslosenzahl lag im September bei 2,506 Millionen.

Damit waren rund 23.000 Männer und Frauen weniger ohne Job als im August — im Westen sank die Zahl um knapp 17.000, im Osten um gut 5.000. Die Beschäftigung wachse gleichzeitig weiter und die Nachfrage der Betriebe nach neuen Mitarbeitern steige in diesem Monat kräftig, sagte Scheele.

  1. Zuletzt waren 773.000 offene Stellen bei der BA gemeldet — 86.000 mehr als vor einem Jahr.
  2. Die Zahl der Erwerbstätigen lag nach Hochrechnung des Statistischen Bundesamtes im August bei 44,50 Millionen — ein Plus von 64.000 gegenüber dem Vormonat.
  3. Im Vergleich zum Vorjahr waren es 692.000 Erwerbstätige mehr.
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Der Anstieg gehe allein auf mehr sozialversicherungspflichtige Beschäftigung zurück, hieß es. Diese hat nach der Hochrechnung der BA von Juni auf Juli saisonbereinigt um 57.000 zugenommen. Damit hatten 32,15 Millionen Menschen in Deutschland zuletzt einen regulären Job.

Welche Arbeitslosigkeit ist am schwersten zu bekämpfen?

Strukturelle Arbeitslosigkeit Sie ist ein dauerhaftes Phänomen und damit auch die problematischste Form der Arbeitslosigkeit, die von der Wirtschaftspolitik am entschiedensten bekämpft werden sollte.

Werden Hartz 4 Empfänger als Arbeitslose gezählt?

Ist die Arbeitslosenstatistik geschönt? – Ja und Nein. Denn wer als arbeitslos gilt, ist eine Frage der Definition. Die offiziellen Kriterien sind in Deutschland per Gesetz festgelegt. Jede Änderung wirkt sich auf die Statistik aus. Immer wieder formulierte die Politik die Kriterien so um, dass die Arbeitslosenzahlen offiziell sanken.

Welches Land auf der Welt hat die wenigsten Arbeitslosen?

In Katar lag die Arbeitslosenquote im Jahr 2021 geschätzt bei rund 0,3 Prozent. Damit war Katar im Jahr 2021 das Land mit der niedrigsten Arbeitslosenquote weltweit.

Ist Arbeitslosigkeit ein Problem in Deutschland?

Einleitung – „Arbeit ist schwer, ist oft genug ein freudloses und mühseliges Stochern; aber nicht arbeiten – das ist die Hölle.” (Thomas Mann (1875-1955), dt. Schriftsteller) Arbeitslosigkeit ist in Deutschland wie in vielen anderen Ländern eines der größten Probleme der Gesellschaft.

  1. Es gefährdet nicht nur die Gesellschaftsordnung, sondern führt mitunter auch zu sozialen Spannungen.
  2. Die daraus resultierende Belastung für den Staatshaushalt sowie die ungenutzten Humanressourcen und negative Folgen für die betreffenden Personen, zwingen zu praktikablen Lösungen die Abhilfe schaffen.

Das Thema Arbeitslosigkeit gehört daher zu den am meist behandelten Themen in Politik und Öffentlichkeit. Oft wird die Problematik in der Öffentlichkeit nur auf die Zahl der Arbeitslosen sowie wenigen Ursachen und Lösungsansätze beschränkt und bietet somit nicht die Grundlage für eine konstruktive öffentliche Debatte, die jedoch angesichts von 4,531 Millionen Arbeitslosen mehr als notwendig ist.

  1. Arbeitslosigkeit ist aber nicht nur ein gesellschaftliches Problem.
  2. Für jeden einzelnen Arbeitslosen bedeutet es Belastungen in vielerlei Hinsicht.
  3. Egal wie schwer und beanspruchend eine Arbeit auch ist, keine Arbeit zu haben ist oftmals viel schwieriger hinsichtlich der gesundheitlichen, sozialen, finanziellen und psychischen Folgen die dadurch entstehen.

Thomas Mann hat es in dem oberen Zitat auf den Punkt gebracht und sicherlich spricht er damit vielen Menschen aus der Seele. Ausblick Diese Arbeit teilt sich in fünf Schwerpunkte. Nach einer allgemeinen Definition der Arbeits- und Erwerbslosigkeit und deren statistischen Abgrenzung wird auf die Folgen für die öffentlichen Träger und die einzelnen Betroffenen eingegangen.

  • Um das Ausmaß der Arbeitslosigkeit in Deutschland aufzuzeigen wird die Entwicklung des Arbeitsmarktes in den letzten Jahrzehnten beschrieben und die augenblickliche Situation im Detail betrachtet.
  • Da Arbeitslosigkeit keiner Willkür unterliegt, sondern auf verschiedene Ursachen zurückzuführen ist, werden im letzten Kapitel typische Ursachen benannt, klassifiziert und, soweit dies möglich ist, gewichtet.

Der 1. Abschnitt befasst sich mit der Definition der Arbeits- und Erwerbslosigkeit. Hierbei werden die zwei geläufigsten Methoden beschrieben. National hat in erster Linie die Methode der Bundesagentur für Arbeit einen großen Stellenwert. Um international vergleichbare Statistiken zu erhalten ist jedoch vor allem die Methode der International Labour Organiza­tion nötig.

In Deutschland werden die dafür notwendigen Daten vom Statistischen Bundesamt erhoben und spiegeln sich in deren Arbeitsmarktstatistik wieder. Da beide Methoden nicht das ganze Ausmaß der Arbeitslosigkeit wiedergeben, wird auch auf das Problem der Verzerrung eingegangen und damit die Aussagekraft der Statistiken hinterfragt.

Mit den Folgen der Arbeitslosigkeit befasst sich das 2. Kapitel. Es werden die Konsequenzen für die öffentlichen Träger sowie die individuellen finanziellen, gesundheitlichen sowie psychisch-sozialen Probleme, die bei den Betroffenen entstehen, erläutert.

  1. Der nächste Abschnitt geht auf die Entwicklung der Arbeitslosigkeit in Deutschland ein.
  2. Von der Gründung der Bundesrepublik Deutschland bis in unsere aktuelle Zeit werden verschiedene Phasen der Entwicklung unterschieden und erläutert.
  3. Auch auf die besondere Rolle der Deutschen Demokratischen Republik (DDR) wird eingegangen.

Nachdem die Entwicklung seit der Gründung der Bundesrepublik aufgezeigt wurde, wird im darauf folgenden Kapitel die aktuelle Lage auf dem Arbeitsmarkt detaillierter analysiert. Hier geht es vor allem darum, ein genaues Bild der jetzigen Situation zu erhalten.

Was sind die wichtigsten Gründe für Arbeitslosigkeit?

Zustand in der Interner Link: Marktwirtschaft, in dem mehr Menschen eine Interner Link: Erwerbsarbeit suchen als finden, weil weniger Arbeitskräfte gebraucht werden als vorhanden sind. Anders ausgedrückt: Das Angebot (an Arbeitskräften) ist größer ist als die Nachfrage.

Interner Link: Arbeitslosenquote Wenn wir von Arbeitslosigkeit sprechen und etwas ungenau sagen, jemand hat “keine Arbeit”, meinen wir eine bestimmte Form von Arbeit, die fehlt. Denn es gibt auch heute viele Arten von wichtiger Arbeit, die nicht knapp sind: Die (unbezahlte) Haus- und Familienarbeit (Kinder erziehen, alte und kranke Familienmitglieder pflegen) oder die ebenfalls unbezahlte, ehrenamtliche Arbeit, für die oft händeringend Nachwuchs gesucht wird – beim Roten Kreuz, der freiwilligen Feuerwehr, im Sportverein, in der Kirche, in der politischen Partei und und und.

Die Arbeit, um die es sich bei der Arbeitslosigkeit dreht, ist die Arbeit, für die man Geld bekommt und die deshalb korrekterweise eigentlich immer Erwerbsarbeit genannt werden müsste. Arbeitslosigkeit entsteht, wenn in einer Interner Link: Marktwirtschaft mehr Menschen einen (Erwerbs-)Arbeitsplatz suchen als Arbeitsplätze von Arbeitgeberinnen und Arbeitgebern angeboten werden.

Man könnte auch sagen: Die Nachfrage (der Arbeitgeber) nach Arbeitskräften ist geringer als das Angebot. In der deutschen Arbeitslosenstatistik werden nur diejenigen als arbeitslos registriert, die sich bei der Agentur für Arbeit als Arbeitsuchende gemeldet haben, zwischen 15 und 64 Jahre alt sind, keine Arbeit haben (oder weniger als 15 Stunden pro Woche arbeiten) und für eine Arbeitsaufnahme sofort verfügbar sind.

Wie hoch die (registrierte) Arbeitslosigkeit ist, zeigt die Arbeitslosenquote. Sie wird folgendermaßen ermittelt: Zunächst werden alle als Arbeiterinnen und Arbeiter, Angestellte oder Beamtinnen und Beamten Beschäftigten mit denjenigen zusammengezählt, die sich als Arbeitsuchende gemeldet haben.

  • Dann wird errechnet, wieviel Prozent von dieser Summe die Arbeitslosen ausmachen.
  • Die Quote ist in Deutschland regional sehr unterschiedlich.
  • Sie hängt davon ab, ob viel oder wenig Arbeitsplätze angeboten werden, aber auch davon, ob mehr oder ob weniger Menschen erwerbstätig sein wollen.
  • In den neuen Bundesländern sind z.B.

von den verheirateten Frauen deutlich mehr erwerbstätig bzw. auf der Suche nach Erwerbsarbeit als in den alten Bundesländern. Grund für eine mangelnde Nachfrage nach Arbeitskräften kann die Jahreszeit sein, z.B. im Baugewerbe der Winter (saisonale Arbeitslosigkeit).

  • Arbeitslosigkeit kann auch darauf beruhen, dass vorübergehend Absatzschwierigkeiten in einer bestimmten Branche, z.B.
  • In der Automobilindustrie, auftreten (konjunkturelle Arbeitslosigkeit), oder auch damit, dass die Bedeutung ganzer Wirtschaftszweige zurückgeht, wie z.B.
  • Bergbau und Schwerindustrie (strukturelle Arbeitslosigkeit).

Arbeitslosigkeit kann ferner entstehen, wenn Arbeitsplätze aus Deutschland ins Ausland verlagert werden, weil dort niedrigere Löhne gezahlt werden. Schließlich vernichtet der technische Fortschritt laufend Arbeitsplätze – das war schon immer so. Seit der Industrialisierung im 19.

  1. Jahrhundert werden immer mehr Arbeiten von Maschinen verrichtet, für die zuvor Menschen benötigt wurden.
  2. In der Landwirtschaft (z.B.
  3. Mähmaschinen), in der Industrieproduktion (z.B.
  4. Roboter), inzwischen auch schon bei den Dienstleistungen (z.B.
  5. Computer oder Geldautomat).
  6. Der technische Fortschritt vernichtet aber nicht nur Arbeitsplätze, er schafft auch immer wieder neue: Der Hufschmied, der nicht mehr gebraucht wurde, weil in der Landwirtschaft immer weniger Pferde zu beschlagen waren, wurde eben Kfz-Mechaniker und reparierte dann die Trecker, die die Pferde verdrängt hatten.

Heutzutage können einstige Schriftsetzer zu Layoutern werden – aber eben nicht alle. Die Aufnahme von arbeitslos Gewordenen durch neue Wirtschaftszweige wird heute nämlich immer schwieriger. Die neuen Arbeitsplätze im Computer-, Informations- und Kommunikationsbereich stellen komplizierte Anforderungen.

  1. Wer nur wenig qualifiziert ist, kann sie nicht mehr erfüllen.
  2. Staatlich gelenkte Wirtschaften rühmen sich häufig, im Gegensatz zur Interner Link: Marktwirtschaft gebe es bei ihnen keine Arbeitslosigkeit.
  3. Tatsächlich gibt es sie auch dort oft – so gab es z.B.
  4. Auch in der Planwirtschaft der Interner Link: DDR – eine “verdeckte” Arbeitslosigkeit.

Sie besteht darin, dass Arbeitskräfte voll bezahlt, aber nur teilweise ausgelastet oder mit wirtschaftlich überflüssigen Arbeiten beschäftigt werden. So herrscht zwar Vollbeschäftigung, aber auf die Dauer führt diese Praxis einen Staat in den wirtschaftlichen Ruin.

Was sind die Ursachen der Arbeitslosigkeit?

Es gibt verschiedene Ursachen, die zur Arbeitslosigkeit führen. Die meisten Ökonomen und Arbeitsmarktforscher untergliedern Arbeitslosigkeit gemäß ihrer Ursächlichkeit in friktionelle, saisonale, konjunkturelle und strukturelle Arbeitslosigkeit.

Was passiert wenn man zu lange arbeitslos ist?

Finanzielle Schwierigkeiten vergrößern das psychische Leid – Je weniger Geld dem Arbeitslosen zur Verfügung steht, desto negativer sind die Auswirkungen. Langfristige finanzielle Schwierigkeiten gehen häufig mit Depressivität und psychosomatischen Beschwerden einher.

  • Betroffene, die aus der schwierigen Situation nicht herauskommen, quälen sich sogar oft mit Selbstmordgedanken.
  • Viele Bewerbungen wurden verschickt, doch immer nur Absagen.
  • Dies kann jeglichen Lebenswillen nehmen.
  • Übrigens: Online gibt es in Österreich.
  • Die passenden Jobs können nach Region und Branche gefiltert werden.

Hier ist es lohnenswert, sich einmal umzuschauen.

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