Was Ist Ein Zentralistischer Staat?

Was Ist Ein Zentralistischer Staat
Karte der Staaten mit unitärer Verfassung Der Begriff Zentralismus bezeichnet ein Strukturprinzip zur Kennzeichnung einer gesellschaftlichen Raumordnung, die zentral organisiert ist. In diesem allgemeinen Verständnis wird Zentralismus in einem Gegensatz oder als ein komplementäres Prinzip zum Regionalismus aufgefasst.

In der Politik bedeutet Zentralismus das Streben, alle Kompetenzen im Staat bei einer zentralen obersten Instanz zu konzentrieren. Wird dieses Streben gesellschaftliche Wirklichkeit, so wird der Begriff ebenso zur Kennzeichnung von charakteristischen Strukturen eines politischen Systems, insbesondere bei Regimen, verwendet.

Eine Ausdrucksform findet der Zentralismus in einem zentralistisch organisierten Einheitsstaat (Zentralstaat), der durch eine ausschließliche Konzentration der politischen Souveränität auf der nationalen Ebene gekennzeichnet ist. In der Religion wird der Begriff zur Beschreibung zentralistischer Strukturen der Organisation von Kirchensystemen verwendet; in der Wirtschaft zur Kennzeichnung von Planwirtschaften sowie zentralistischen Konzernstrukturen,

Was ist ein Zentralstaat einfach erklärt?

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Der Zentralstaat

Du möchtest schneller & einfacher lernen? Dann nutze doch Erklärvideos & übe mit Lernspielen für die Schule. Ein Zentralstaat bezeichnet einen Einheitsstaat, in dem das gesamte Land von einem Ort aus regiert wird. Der Zentralismus steht also im Gegensatz zum Föderalismus. Im Gegensatz zum föderalistischen Deutschland handelt es sich beispielweise bei Frankreich um einen Einheitsstaat, der aus Paris regiert wird.

  1. Alles, was in Frankeich entschieden wird, gilt für jede Region in Frankreich.
  2. Dort sitzt der Präsident und auch das Parlament, das vom französischem Volk gewählt wird, sitzt in Paris.
  3. Jedoch funktioniert dieses System nicht optimal, da die Bedeutung der Hauptstadt Paris viel größer ist als alle anderen Städte.

Daher versucht der Staat, die Politik zu dezentralisieren, d.h. über mehrere Regionen zu verteilen. Der Zentralstaat oder auch Einheitsstaat genannt. Erklärt am Beispiel von Frankreich. Frankreich ist ein demokratischer, zentralistischer Einheitsstaat in Europa.

  1. Was heißt das? In Frankreich leben rund 65 Millionen Einwohner.
  2. Regiert werden sie zentral, das heißt von einem Ort aus.
  3. Von hier: Aus der Hauptstadt Paris.
  4. Paris ist der Sitz der französischen Regierung.
  5. Im Élysée-Palast sitzt das Staatsoberhaupt, der Präsident.
  6. Gemeinsam mit seinen Ministern bildet er die Exekutive, also die ausführende Gewalt im Staat.

Aus dem Élysée-Palast herrschten schon einige sehr bekannte Könige und auch dieser Herr über ganz Frankreich. Das französische Volk wählt das Parlament. Das sitzt auch in Paris. Es ist die legislative Gewalt im Staat. Das Parlament setzt sich aus der Nationalversammlung und dem Senat zusammen.

  1. Paris ist also das Zentrum der politischen Macht in Frankreich.
  2. Alles, was hier entschieden wird, gilt bis in den letzten Zipfel Frankreichs.
  3. Frankreich dreht sich um Paris, könnte man sagen.
  4. Nicht nur politisch, auch wirtschaftlich und kulturell hat Paris ein immenses Übergewicht gegenüber jedem anderen Ort in Frankreich.

Viele Franzosen möchten deshalb in Paris leben und ziehen aus ihrer Region in die Hauptstadt. Funktioniert das so? Auf Dauer nicht. Deshalb hat die Regierung in Paris sogenannte Dezentralisierungsmaßnahmen eingeleitet. Das heißt: Die Politik soll übers Land verteilt und die Regionen dadurch gestärkt werden.

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Welche Länder sind zentralstaaten?

In Art.20 Abs.1 GG wird festgestellt, dass die Bundesrepublik ein demokratischer und sozialer B. ist. Ein B. muss abgegrenzt werden von einem Zentralstaat. Frankreich, Italien oder Griechenland z.B. sind Zentralstaaten, während Deutschland, Österreich oder die USA bundesstaatlich organisiert sind.

  • Neben der Zentralregierung des Interner Link: Staat es gibt es in einem B.
  • Auf regionaler Ebene, auf der Ebene der Interner Link: Bundesländer, weitere Regierungen, und in demokratischen Staaten auch Interner Link: Parlamente,
  • Die Bundesrepublik besteht aus 16 Bundesländern, die ihrerseits in der Rechtswissenschaft als Staaten gelten, aber eben nicht als eigenständige Staaten.

Wenn das Interner Link: Grundgesetz (GG) normiert, dass die Bundesrepublik ein B. ist, bedeutet dies, dass die Interner Link: Länder nicht abgeschafft werden können. Nun bestimmt aber Art.29, unter welchen Bedingungen Länder neu organisiert werden können.

Sie können z.B. zusammengelegt oder getrennt werden. Das ist der einzige Fall, für den das Grundgesetz explizit einen Interner Link: Volksentscheid vorsieht. Eine Volksabstimmung über eine Länderfusion gab es nach dem Anschluss der DDR nur einmal in Deutschland. Die Regierungen und Parlamente hatten für eine Fusion der Länder Berlin und Brandenburg optiert.

Sie scheiterten mit diesem Vorschlag jedoch in der Volksabstimmung im Jahre 1996. Aber auch durch Volksentscheid können nicht alle Länder verschmolzen werden. Wie viele übrig bleiben müssen, um von einem B. zu sprechen, ist müßig zu diskutieren, weil es keine politischen Kräfte gibt, welche alle Bundesländer abschaffen wollen.

  1. Die Organisation der Bundesrepublik als B.
  2. Folgt aus der deutschen Geschichte – das Deutsche Reich wurde 1871 als B.
  3. Geschaffen.
  4. Nur die Nationalsozialisten schalteten die Länder aus und schufen einen Zentralstaat, um keine Gegenkräfte aufkommen zu lassen.
  5. Das war Grund für die Mütter und Väter des Grundgesetzes, den B.

in der Interner Link: Verfassung festzuschreiben. Die bundesstaatliche Ordnung hat also auch die Funktion einer Gewaltenbalance. Übermäßige Machtkonzentration soll verhindert werden. In der Geschichte der Bundesrepublik funktionierte das auch vergleichsweise gut, weil in den Bundesländern oft andere politische Parteien ( Interner Link: Partei, politische ) regierten als im Bund.

Staat Bundesländer Parlament Grundgesetz (GG) Länder Volksentscheid Verfassung Partei, politische

Was versteht man unter Zentralisierung?

1 Definition – Unter Zentralisierung bzw. Zentralisation versteht man (patho)physiologische Anpassungvorgänge der Blutversorgung, die zu einer Umverteilung des zirkulierenden Blutes aus der Körperperipherie auf lebenswichtige Organe ( Herz, Gehirn ) führen.

Warum ist Frankreich zentralistisch?

Dezentralisierung in Frankreich: Regionen, Departements, Kommunen – Frankreich hat traditionell eine zentralistische Verwaltungsstruktur, das heißt: alle wichtigen Entscheidungen wurden früher in Paris getroffen, die lokalen Instanzen hatten nur geringe Kompetenzen.

Dieses System ist im Begriff sich zu wandeln. Das Stichwort lautet “Dezentralisierung”. Heute ist Frankreich verwaltungstechnisch in 26 Regionen und 100 Departements aufgeteilt. Die rund 36.700 Kommunen bilden dabei die unterste Ebene in diesem System. Die Kommunen gingen aus den Städten und Gemeinden des Mittelalters hervor und wurden 1789 etabliert.

Ebenfalls anlässlich der Französischen Revolution wurden 1789 die Departements geschaffen, um den Bürgern mehr Mitspracherechte zu ermöglichen 1965 wurden die Regionen festgelegt, indem jeweils mehrere Departements zu einer Verwaltungsregion zusammenfasst wurden. Departements / les départements

Ist Deutschland zentralistisch?

Geschichte – Ein Musterbild für Zentralismus zeichnete sich im Abendland in der Ausbildung des Kirchensystems in der römisch-katholischen Kirche ab. Als ein früher Papst, der auf den römischen Zentralismus drängte, gilt Damasus I. (366–384). Zu einer Herausbildung des römischen Zentralismus kam es indessen im Frühmittelalter, als die Kirche in Auseinandersetzung mit dem theokratischen Selbstverständnis des germanischen Königtums geriet.

  • Auf der Grundlage der Verbundenheit der Kirchen mit der politischen Ordnung sowie der befürchteten Legitimitätsproblematik angesichts der „Umarmungsversuche von Könige und Kaiser in den einzelnen Ländern”, wurde im Kirchensystem der staatliche Zentralismus reproduziert.
  • Im Zeitalter des Absolutismus setzte sich gegen das mittelalterliche Modell des Personenverbandsstaats der Flächenstaat durch.

In der älteren Forschung, in der der Blick „oft an den Machtzentralen und ihren Handlungsträgern hängen geblieben war”, wurde der Zentralismus pauschal als ein charakteristisches Merkmal des Absolutismus herausgestellt. Neuere, differenziertere Forschungsansätze betonen hingegen – neben der zentralistischen Machtausübung der Monarchien – auch die politische Macht der Stände sowie den Regionalismus der Eliten,

So werden im „ständischen” Forschungsansatz die zahllosen Konflikte zwischen Stände und Fürsten herausgestellt, „die keinesfalls immer eindeutig zugunsten der Fürsten ausgegangen” sind, sowie die ständische Mitwirkung in einzelnen Territorien des Reichs und flächenmäßig kleineren Staaten (Schweden, Dänemark).

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In der „regionalistischen” Forschung hat sich gezeigt, dass selbst die zahllosen landesherrlichen Amtsträger über ein dichtes Beziehungsnetzwerk zu den regionalen Eliten verfügten. Auf diese Weise konnte der Absolutismus in den Provinzen – zumindest in den großen Staaten (Spanien, Frankreich, Österreich-Böhmen-Ungarn, Brandenburg-Preußen) – nicht „nach unten” durchgreifen.

  1. Eine ideengeschichtlich bedeutsame theoretische Grundlegung erhielt das zentralistische Politikmodell des monarchisch-absolutistischen Staates in der politischen Philosophie von Thomas Hobbes,
  2. Für Hobbes, der seine Schrift Leviathan auf dem Hintergrund seines Eindrucks des englischen Bürgerkriegs verfasste, konnte dem Ständewesen als politische Organisationsform des Landes und als institutionalisierte Gegenmacht gegen die monarchische Herrschaft kein Gewicht mehr beigemessen werden.

Die Gemeinschaft sollte die politische Macht – aufgrund der von Hobbes ins Blickfeld genommenen schlechten Eigenschaften des Menschen – stattdessen durch Übereinkunft einem Mann oder einer Versammlung anvertraut werden, so dass sich in diesem Zentrum die reale Einheit aller repräsentiere.

Weiterentwickelt wurde dieser Ansatz später von dem Rechtsphilosophen John Austin, der sich auf die Idee der unauflösbaren und unbegrenzbaren souveränen Macht festlegte. Die mit diesen Ansätzen zum Ausdruck gebrachte These, dass die Staatsgewalt durch Zentralisation gefestigt werde – und der Mensch Schutz und Sicherheit zum Preis der Freiheit erhalte –, spielt im theoretischen und öffentlichen Diskurs bis in die Gegenwart eine bedeutsame Rolle.

In Europa gilt Frankreich als das Beispiel für Zentralismus schlechthin, wobei sich die Anfänge bis Ludwig XIII., Richelieu und Ludwig XIV. zurückverfolgen lassen. Letzterer entzog den regionalen Feudalherren ihre politischen Rechte, sodass sie zu Höflingen des Königs degradiert wurden.

  1. Nach der Französischen Revolution und der Konstituierung des modernen Nationalstaats, knüpfte Napoléon Bonaparte an die zentralistische Denkweise an.
  2. Auf der Grundlage der jakobinisch -zentralistischen Tradition gewann in Frankreich die Idee eines starken Staates, in dem politische und gesellschaftliche Veränderungen „von oben” herab durchgesetzt werden können, eine nachhaltige Bedeutung.

Ein Abbild fand der politische Zentralismus Frankreichs in der Verkehrsinfrastruktur, Im ganzen Land sind die Straßen sternförmig auf die Hauptstadt Paris ausgerichtet. In der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts wurden demgegenüber Dezentralisierungsideen politisch umgesetzt, die insbesondere in der Einrichtung verschiedenartiger Gebietskörperschaften ihren Ausdruck fanden.

  • Im Vergleich zu Frankreich konnte das Kaisertum in Deutschland nie eine ähnlich zentrale Machtstellung erringen.
  • Bestimmend wurde in Deutschland das föderative Prinzip.
  • Seit der Frankfurter Nationalversammlung von 1848 wird mit Blick auf den zentralistischen Einheitsstaat ebenso der ursprünglich in der Theologie geprägte Begriff Unitarismus verwendet, der als ein Gegenbegriff zu föderalistischen Denkweisen geprägt wurde.

Seitdem nimmt der Begriff Zentralismus in der Föderalismusdiskussion einen besonderen Stellenwert ein. Zwar konnte der im 19. Jahrhundert von der nationalen Bewegung ausgebildete nationalstaatliche Unitarismus die Ideen und Theorien des Föderalismus nicht verdrängen, allerdings werden zentralistische Denkweisen in dieser Diskussion noch in der Gegenwart kritisch beurteilt und als ein besonderes Merkmal des Totalitarismus herausgestellt.

  • Im öffentlichen Diskurs in der Bundesrepublik Deutschland hat der Begriff Zentralismus als Schlagwort in der zweiten Hälfte des 20.
  • Jahrhunderts insgesamt an Bedeutung verloren.
  • In der Deutschen Demokratischen Republik wurde der Begriff zwar nicht als Schlagwort verwendet, blieb aber über den Begriff Demokratischer Zentralismus in der Sprache präsent.

Um die Wende zum 21. Jahrhundert blieb die zeitweilige Brisanz des Begriffs Zentralismus in den deutschsprachigen Wörterbüchern allgemein ausgeklammert.

Welcher Staat ist zentralistisch organisiert?

Zentralismus bedeutet, dass in einem Land alles oder das meiste im Zentrum bestimmt wird. Das Zentrum kann z.B. die Hauptstadt sein, es kann aber auch eine politische Institution sein (z.B. eine Regierung). Historisch verbindet man mit dem Begriff Zentralismus die Zeit des Absolutismus, in der absolut regierende Herrschende alles zu bestimmen versuchten.

In demokratischen Ländern versteht man unter Zentralismus eine politische Ordnung, in der möglichst viel von einer Ebene aus geregelt wird. Das Gegenstück ist Föderalismus ( Bund/Bundesland ). Im Föderalismus gibt es mehrere politische Ebenen, die auch Entscheidungsmöglichkeiten haben. Relativ zentralistische Länder sind etwa Dänemark oder Schweden, stark föderalistische die Schweiz oder die USA.

In einem zentralistischen Staat liegt die ganze Macht bei einer Partei oder bei einer Person. Die ganze Macht kann auch an einem einzigen Ort liegen. Im Zentralismus gibt es keine selbstständigen Teil-Staaten oder Regionen. Das Gegenteil von Zentralismus ist Föderalismus.

Wann wurde Deutschland zum Zentralstaat?

23. Mai 1949: Bundesrepublik Deutschland ( Grundgesetz ) (siehe Abschnitt „ Staatsgründung “) National­hymne Das Lied der Deutschen ( dritte Strophe ) 1:21 Nationalfeiertag 3. Oktober ( Tag der Deutschen Einheit ) Zeitzone UTC+1, MEZ UTC+2, MESZ (März bis Oktober) Kfz-Kennzeichen D ISO 3166 DE, DEU, 276 Internet-TLD ,de Telefonvorwahl +49 Politische Gliederung Deutschlands

Deutschland ( ; Vollform des Staatennamens seit 1949: Bundesrepublik Deutschland ) ist ein Bundesstaat in Mitteleuropa, Er hat 16 Bundesländer und ist als freiheitlich-demokratischer und sozialer Rechtsstaat verfasst, Die 1949 gegründete Bundesrepublik Deutschland stellt die jüngste Ausprägung des 1871 erstmals begründeten deutschen Nationalstaates dar.

Bundeshauptstadt und Regierungssitz ist Berlin, Deutschland grenzt an neun Staaten, es hat Anteil an der Nord- und Ostsee im Norden sowie dem Bodensee und den Alpen im Süden. Es liegt in der gemäßigten Klimazone und verfügt über 16 National- und mehr als 100 Naturparks, Das heutige Deutschland hat gut 84 Millionen Einwohner und zählt bei einer Fläche von 357.588 Quadratkilometern mit durchschnittlich 232 Einwohnern pro Quadratkilometer zu den dicht besiedelten Flächenstaaten.

Die bevölkerungsreichste deutsche Stadt ist Berlin; weitere Metropolen mit mehr als einer Million Einwohnern sind Hamburg, München und Köln ; der größte Ballungsraum ist das Ruhrgebiet, Frankfurt am Main ist als europäisches Finanzzentrum von globaler Bedeutung.

  1. Die Geburtenrate liegt bei 1,53 Kindern pro Frau (2020).
  2. Auf dem Gebiet Deutschlands ist die Anwesenheit von Menschen vor 500.000 Jahren durch Funde des Homo heidelbergensis sowie einiger prähistorischer Kunstwerke aus der späteren Altsteinzeit nachgewiesen.
  3. Während der Jungsteinzeit, um 5600 v.
  4. Chr., wanderten die ersten Bauern mitsamt Vieh und Saatgut aus dem Nahen Osten ein.

Seit der Antike ist die lateinische Bezeichnung Germania für das Siedlungsgebiet der Germanen bekannt. Das ab dem 10. Jahrhundert bestehende römisch-deutsche Reich, das aus vielen Herrschaftsgebieten bestand, war wie der 1815 ins Leben gerufene Deutsche Bund und die liberale demokratische Bewegung Vorläufer des späteren deutschen Gesamtstaates, der 1871 als Deutsches Reich gegründet wurde.

  1. Die rasche Entwicklung vom Agrar- zum Industriestaat vollzog sich während der Gründerzeit in der zweiten Hälfte des 19.
  2. Jahrhunderts.
  3. Nach dem Ersten Weltkrieg wurde 1918 die Monarchie abgeschafft und die demokratische Weimarer Republik konstituiert.
  4. Ab 1933 führte die nationalsozialistische Diktatur zu politischer und rassistischer Verfolgung und gipfelte in der Ermordung von sechs Millionen Juden und Angehörigen anderer Minderheiten wie Sinti und Roma,

Der vom NS-Staat 1939 begonnene Zweite Weltkrieg endete 1945 mit der Niederlage der Achsenmächte, Das von den Siegermächten besetzte Land wurde 1949 geteilt, nachdem bereits 1945 seine Ostgebiete teils unter polnische, teils sowjetische Verwaltungshoheit gestellt worden waren.

Der Gründung der Bundesrepublik als demokratischer westdeutscher Teilstaat mit Westbindung am 23. Mai 1949 folgte die Gründung der sozialistischen DDR am 7. Oktober 1949 als ostdeutscher Teilstaat unter sowjetischer Hegemonie. Die innerdeutsche Grenze war nach dem Berliner Mauerbau (ab 13. August 1961) abgeriegelt.

Nach der friedlichen Revolution in der DDR 1989 erfolgte die Lösung der deutschen Frage durch die Wiedervereinigung beider Landesteile am 3. Oktober 1990, womit auch die Außengrenzen Deutschlands als endgültig anerkannt wurden. Durch den Beitritt der fünf ostdeutschen Länder sowie die Wiedervereinigung von Ost- und West-Berlin zur heutigen Bundeshauptstadt zählt die Bundesrepublik Deutschland seit 1990 sechzehn Bundesländer.

  • Deutschland ist Gründungsmitglied der Europäischen Union und ihrer Vorgänger ( Römische Verträge 1957) sowie deren bevölkerungsreichstes Land.
  • Mit 18 anderen EU-Mitgliedstaaten bildet es eine Währungsunion, die Eurozone,
  • Es ist Mitglied der UN, der OECD, der OSZE, der NATO, der G7, der G20 und des Europarates,
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Die Vereinten Nationen unterhalten seit 1951 ihren deutschen Sitz in Bonn („UNO-Stadt”). Die Bundesrepublik Deutschland gilt als einer der politisch einflussreichsten Staaten Europas und ist ein gesuchtes Partnerland auf globaler Ebene. Gemessen am Bruttoinlandsprodukt ist das marktwirtschaftlich organisierte Deutschland die größte Volkswirtschaft Europas und die viertgrößte der Welt.2016 war es die drittgrößte Export- und Importnation.

Es ist eine Informations- und Wissensgesellschaft, Automatisierung, Digitalisierung und Disruption prägen die innovative deutsche Industrieentwicklung. Die Steigerung der Qualität des deutschen Bildungssystems und die nachhaltige Entwicklung des Landes gelten als zentrale Aufgaben der Standortpolitik.

Gemäß dem Index der menschlichen Entwicklung zählt Deutschland zu den sehr hoch entwickelten Ländern. Muttersprache der Bevölkerungsmehrheit ist die deutsche Sprache, Daneben gibt es Regional- und Minderheitensprachen und sowohl Deutsche als auch Migranten mit anderen Muttersprachen, von denen die bedeutendsten Türkisch und Russisch sind.

Was ist der Unterschied zwischen Zentralstaat und Bundesstaat?

Der Bundesstaat steht für das einheitliche Auftreten nach außen und die Verteilung der Staatsgewalt zwischen Bund und Ländern im Innern. Dem gegenüber steht der Zentralismus, der etwa in Ländern wie Frankreich vorherrscht.

Ist Frankreich ein föderalistischer Staat?

Organisation – Ein Staat oder Land kann zentralistisch oder föderativ (bundesstaatlich) organisiert sein. In diesem Sinne ist er entweder ein Einheitsstaat oder ein Bundesstaat (weitere Differenzierungen wie unitarischer Bundesstaat oder föderaler bzw. Im Gegensatz dazu besitzen föderale Systeme wie das der Vereinigten Staaten von Amerika oder der Bundesrepublik Deutschland neben einem souveränen Gesamtstaat – mit republikanischer Staatsform wird dieser häufig als Bundesrepublik, ansonsten als föderale Republik bezeichnet – auch untergeordnete Einheiten mit staatlicher Qualität ( Gliedstaaten /Bundesländer).

  • Diese Gliedstaaten sind auf dem Gebiet ihrer staatlichen Zuständigkeit Teilstaaten.
  • Sie haben das Recht, vieles selbstständig und ohne Einmischung der Bundesebene zu regeln, wobei dort angesiedelte Staatsorgane (vor allem oberste Bundesorgane wie das Bundesparlament oder oberste Bundesgerichte) ihnen – im hierarchischen Sinn – übergeordnet sind.

Das Schulwesen in den USA und in Deutschland wird beispielsweise in den Gliedstaaten organisiert, während die nationale Ebene etwa die Verteidigung und Außenpolitik bestimmt. In einem föderativen Staat besteht das Parlament typischerweise aus zwei Kammern,

Was ist eine zentralisierte Verwaltung?

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie Zur Navigation springen Zur Suche springen Zentralisation oder Zentralisierung steht für:

in der Wirtschaft die Zusammenfassung von gleichartigen oder ähnlichen Aufgaben Zentralisation (Wirtschaftswissenschaften) in der Algebra das Aufsuchen einer Teilmenge mit gewissen Eigenschaften, siehe Zentralisator politisches Bestreben, staatliche Kompetenzen bei einer zentralen obersten Instanz zu konzentrieren, siehe Zentralismus raumplanerische Vorgänge, Wirtschafts- und Gesellschaftsfaktoren in den großen Städten und Orten zu konzentrieren, Gegenteil der Regionalisierung. siehe Zentralisierung (Raumplanung)

in der Entwicklungsbiologie vereinheitlichende Zusammenfassung von Teilfunktionen, siehe Zentralisierung (Biologie) in der Medizin Anpassungsvorgänge zum Erhalt der Durchblutung lebenswichtiger Organe, siehe Schock (Medizin) #Pathophysiologie die Verlagerung der Zungenlage bei der Artikulation von Vokalen, siehe Zentralisierung (Vokal)

Siehe auch:

Zentralität (Grad der Konzentration struktureller oder steuernder Elemente eines Systems) Zentrieren (Herstellen von Symmetrie) Zentrismus/zentristisch (Begriffsklärung) Zentrierung (Geodäsie und Markscheidewesen) Zentrum (Begriffsklärung) Dezentralisierung (Politik)

Dies ist eine Begriffsklärungsseite zur Unterscheidung mehrerer mit demselben Wort bezeichneter Begriffe. Abgerufen von „ https://de.wikipedia.org/w/index.php?title=Zentralisation&oldid=172788261 ” Kategorie :

Begriffsklärung

Wann zentralisiert der Körper?

Die Symptome eines Schocks auf einen Blick – Bei einem Schock kommt es zu einer Reihe charakteristischer Symptome, die auf die körperliche Ausnahmesituation (zum Beispiel ein Trauma) hinweisen. Dazu gehören: Treten diese Beschwerden auf, ist eine sofortige notärztliche Versorgung dringend notwendig.

Was für ein Staat ist Frankreich?

République française
Französische Republik
Wahlspruch : Liberté, Égalité, Fraternité („ Freiheit, Gleichheit, Brüderlichkeit “)
Amtssprache Französisch
Hauptstadt Paris
Staats- und Regierungsform semipräsidentielle Republik
Verfassung Verfassung der Fünften Französischen Republik
Staatsoberhaupt Staatspräsident Emmanuel Macron ( REN )
Regierungschef Premierministerin Élisabeth Borne (REN)
Parlament(e) Senat (Oberhaus) und Nationalversammlung (Unterhaus)
Fläche 632.733,9 km²
Einwohnerzahl 67,8 Millionen ( 22.) (1. Jan.2022)
Bevölkerungsdichte 123 Einwohner pro km²
Bevölkerungs­entwicklung +0,3 % (2021)
Bruttoinlandsprodukt

  • Total (nominal)
  • Total ( KKP )
  • BIP/Einw. (nom.)
  • BIP/Einw. (KKP)
2021

  • 2,9 Billionen USD ( 7.)
  • 3,4 Billionen USD ( 9.)
  • 44.853 USD ( 23.)
  • 51.364 USD ( 27.)
Index der menschlichen Entwicklung 0,903 ( 28.) (2021)
Währung Euro (EUR), CFP-Franc (XPF) (teilweise in Überseegebieten )
Gründung 481–843: Fränkisches Reich 843–987: Westfrankenreich 987–1792: Königreich Frankreich 1789–1799: Französische Revolution 1799–1814/1815: Erstes Kaiserreich 1814/1815–1830: Restauration 1830–1848: Julimonarchie 1848–1852: Zweite Französische Republik 1852–1870: Zweites Kaiserreich 1870–1940: Dritte Französische Republik 1940–1944: Vichy-Regime 1944–1946: Provisorische Regierung der Französischen Republik 1946–1958: Vierte Französische Republik seit 1958: Fünfte Französische Republik
National­hymne La Marseillaise 1:20
Nationalfeiertag 14. Juli, Sturm auf die Bastille, Föderationsfest
Zeitzone Metropolitan-Frankreich : UTC+1 MEZ UTC+2 MESZ (März bis Oktober) Überseegebiete : UTC−10 bis UTC+12
Kfz-Kennzeichen F
ISO 3166 FR, FRA, 250
Internet-TLD Metropolitan-Frankreich :,fr Überseegebiete :,bl,,gf,,gp,,mf,,mq,,nc,,pf,,pm,,re,,tf,,wf,,yt
Telefonvorwahl Metropolitan-Frankreich : +33 Überseegebiete : +262, +508, +590, +594, +596, +681, +687, +689
Die Angaben zur Fläche, Einwohnerzahl und -dichte beziehen sich (sofern nicht anders angegeben) auf das gesamte Territorium der Französischen Republik einschließlich den Überseegebieten,
Lage Metropolitan-Frankreichs in der Europäischen Union
Die Französische Republik mitsamt den Überseegebieten

Frankreich ( französisch France ? / i, amtlich la République française, deutsch Französische Republik ) ist ein demokratischer, interkontinentaler Einheitsstaat in Westeuropa mit Überseeinseln und -gebieten auf mehreren Kontinenten. Metropolitan-Frankreich, d.h. der europäische Teil des Staatsgebietes, erstreckt sich vom Mittelmeer bis zum Ärmelkanal und zur Nordsee sowie vom Rhein bis zum Atlantischen Ozean,

  • Sein Festland wird wegen der Landesform als Hexagone ( Sechseck ) bezeichnet.
  • Frankreich ist flächenmäßig das größte und nach Einwohnern (hinter Deutschland ) das zweitgrößte Land der Europäischen Union,
  • Es umfasst (nach Russland und der Ukraine ) das drittgrößte Staatsgebiet in Europa,
  • Paris ist die Hauptstadt und als Agglomeration mit dem Gemeindeverband Métropole du Grand Paris und den umliegenden Gebieten der Region Île-de-France größter Ballungsraum des Landes vor Lyon, Marseille- Aix-en-Provence, Lille und Toulouse,

Aus dem westlichen Teil des Fränkischen Reiches hervorgegangen, erweiterte Frankreich während des Mittelalters, meist in Rivalität mit dem Königreich England und dem Heiligen Römischen Reich, seinen kulturellen und militärischen Einfluss in Europa, bis Frankreich schließlich im 17.

  • Und 18. Jahrhundert eine europäische Führungsrolle und Vormachtstellung innehatte.
  • Bedeutend war die politische und kulturelle Ausstrahlung: Die Hofhaltung Ludwigs XIV.
  • Wurde zum Vorbild absolutistischer Staaten in ganz Europa und die Französische Revolution mit der Erklärung der Menschen- und Bürgerrechte gab zusammen mit Okkupationen durch Napoleon Bonaparte in vielen Ländern den Auftakt zu der immer wieder von Rückschlägen unterbrochenen Entwicklung zur Demokratie.

In Übersee baute Frankreich zweimal ein Kolonialreich auf. Das erste umfasste u.a. große Teile Nordamerikas und ging großenteils Mitte des 18. Jahrhunderts im Siebenjährigen Krieg verloren; das zweite mit Schwerpunkt in Afrika war im 19. und frühen 20. Jahrhundert das zweitgrößte der Welt.

  1. Im 21. Jahrhundert gilt Frankreich mit Deutschland als treibende Kraft der europäischen Integration,
  2. Die Französische Republik wird in ihrer Verfassung als unteilbar, laizistisch, demokratisch und sozial erklärt.
  3. Ihr Grundsatz lautet: „Regierung des Volkes durch das Volk und für das Volk”.
  4. Das Entwicklungsprogramm der Vereinten Nationen zählt Frankreich zu den Ländern mit sehr hoher menschlicher Entwicklung.

Gemessen am nominalen Bruttoinlandsprodukt ist es die siebtgrößte Volkswirtschaft der Welt, Lebensstandard, Bildungsgrad und durchschnittliche Lebenserwartung gelten als hoch. Als meistbesuchtes Land der Welt empfängt Frankreich rund 83 Millionen ausländische Touristen pro Jahr.

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Welche Staatsformen gibt es in Frankreich?

Laut Verfassung vom 4. Oktober 1958 („Fünfte Republik”) ist Frankreich eine laizistische, demokratische und soziale Republik mit einem gemischt präsidentiell-parlamentarischen Regierungssystem. Frankreich ist traditionell zentralistisch organisiert. Die zentrale Rolle nimmt der Staatspräsident ein: Er ist Staatsoberhaupt, Hüter der Verfassung, Chef der Exekutive und oberster Befehlshaber der Streitkräfte.

Diese Stellung verpflichtet ihn zur Überparteilichkeit, auch wenn er als Politiker einer bestimmten politischen Richtung angehört. Die Regierung, geführt von der Premierministerin, ist vom Vertrauen des Präsidenten abhängig. Sie ist dem Parlament verantwortlich. Das Parlament besteht aus zwei Kammern: Nationalversammlung, mit 577 direkt gewählten Abgeordneten, und Senat.

Die 348 Senatoren werden indirekt von den Repräsentanten der Departement – und Regionalversammlungen und den Gemeinderäten gewählt. Die Parteien des Landes ordneten sich bislang traditionell dem Lager der Linken oder der (bürgerlichen) Rechten zu. Jenseits dieses Schemas positioniert sich die 2016 von Staatspräsident Macron gegründete Partei « La République en marche », die sich seit Frühjahr 2022 « Renaissance » nennt.

  1. Der am rechten Spektrum angesiedelte Rassemblement National (zuvor Front National ) wurde bei den Präsidentschaftswahlen 2022 zweitstärkste und bei den Europawahlen 2019 knapp vor La République en marche mit fast einem Viertel der Stimmen stärkste Kraft.
  2. Die nächsten Präsidentschafts- und Parlamentswahlen finden im April bzw.

Juni 2027 statt.

Was für eine Demokratie herrscht in Frankreich?

Das derzeitige politische System Frankreichs wird durch die Verfassung der Fünften Französischen Republik bestimmt. Als wichtigste Merkmale gelten die demokratische und republikanische Staatsform mit einer starken Exekutive im Rahmen eines semipräsidentiellen Regierungssystems,

Was ist der Unterschied zwischen Zentralstaat und Bundesstaat?

Der Bundesstaat steht für das einheitliche Auftreten nach außen und die Verteilung der Staatsgewalt zwischen Bund und Ländern im Innern. Dem gegenüber steht der Zentralismus, der etwa in Ländern wie Frankreich vorherrscht.

Wann wurde Deutschland zum Zentralstaat?

23. Mai 1949: Bundesrepublik Deutschland ( Grundgesetz ) (siehe Abschnitt „ Staatsgründung “) National­hymne Das Lied der Deutschen ( dritte Strophe ) 1:21 Nationalfeiertag 3. Oktober ( Tag der Deutschen Einheit ) Zeitzone UTC+1, MEZ UTC+2, MESZ (März bis Oktober) Kfz-Kennzeichen D ISO 3166 DE, DEU, 276 Internet-TLD ,de Telefonvorwahl +49 Politische Gliederung Deutschlands

Deutschland ( ; Vollform des Staatennamens seit 1949: Bundesrepublik Deutschland ) ist ein Bundesstaat in Mitteleuropa, Er hat 16 Bundesländer und ist als freiheitlich-demokratischer und sozialer Rechtsstaat verfasst, Die 1949 gegründete Bundesrepublik Deutschland stellt die jüngste Ausprägung des 1871 erstmals begründeten deutschen Nationalstaates dar.

Bundeshauptstadt und Regierungssitz ist Berlin, Deutschland grenzt an neun Staaten, es hat Anteil an der Nord- und Ostsee im Norden sowie dem Bodensee und den Alpen im Süden. Es liegt in der gemäßigten Klimazone und verfügt über 16 National- und mehr als 100 Naturparks, Das heutige Deutschland hat gut 84 Millionen Einwohner und zählt bei einer Fläche von 357.588 Quadratkilometern mit durchschnittlich 232 Einwohnern pro Quadratkilometer zu den dicht besiedelten Flächenstaaten.

Die bevölkerungsreichste deutsche Stadt ist Berlin; weitere Metropolen mit mehr als einer Million Einwohnern sind Hamburg, München und Köln ; der größte Ballungsraum ist das Ruhrgebiet, Frankfurt am Main ist als europäisches Finanzzentrum von globaler Bedeutung.

  • Die Geburtenrate liegt bei 1,53 Kindern pro Frau (2020).
  • Auf dem Gebiet Deutschlands ist die Anwesenheit von Menschen vor 500.000 Jahren durch Funde des Homo heidelbergensis sowie einiger prähistorischer Kunstwerke aus der späteren Altsteinzeit nachgewiesen.
  • Während der Jungsteinzeit, um 5600 v.
  • Chr., wanderten die ersten Bauern mitsamt Vieh und Saatgut aus dem Nahen Osten ein.

Seit der Antike ist die lateinische Bezeichnung Germania für das Siedlungsgebiet der Germanen bekannt. Das ab dem 10. Jahrhundert bestehende römisch-deutsche Reich, das aus vielen Herrschaftsgebieten bestand, war wie der 1815 ins Leben gerufene Deutsche Bund und die liberale demokratische Bewegung Vorläufer des späteren deutschen Gesamtstaates, der 1871 als Deutsches Reich gegründet wurde.

Die rasche Entwicklung vom Agrar- zum Industriestaat vollzog sich während der Gründerzeit in der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts. Nach dem Ersten Weltkrieg wurde 1918 die Monarchie abgeschafft und die demokratische Weimarer Republik konstituiert. Ab 1933 führte die nationalsozialistische Diktatur zu politischer und rassistischer Verfolgung und gipfelte in der Ermordung von sechs Millionen Juden und Angehörigen anderer Minderheiten wie Sinti und Roma,

Der vom NS-Staat 1939 begonnene Zweite Weltkrieg endete 1945 mit der Niederlage der Achsenmächte, Das von den Siegermächten besetzte Land wurde 1949 geteilt, nachdem bereits 1945 seine Ostgebiete teils unter polnische, teils sowjetische Verwaltungshoheit gestellt worden waren.

Der Gründung der Bundesrepublik als demokratischer westdeutscher Teilstaat mit Westbindung am 23. Mai 1949 folgte die Gründung der sozialistischen DDR am 7. Oktober 1949 als ostdeutscher Teilstaat unter sowjetischer Hegemonie. Die innerdeutsche Grenze war nach dem Berliner Mauerbau (ab 13. August 1961) abgeriegelt.

Nach der friedlichen Revolution in der DDR 1989 erfolgte die Lösung der deutschen Frage durch die Wiedervereinigung beider Landesteile am 3. Oktober 1990, womit auch die Außengrenzen Deutschlands als endgültig anerkannt wurden. Durch den Beitritt der fünf ostdeutschen Länder sowie die Wiedervereinigung von Ost- und West-Berlin zur heutigen Bundeshauptstadt zählt die Bundesrepublik Deutschland seit 1990 sechzehn Bundesländer.

  1. Deutschland ist Gründungsmitglied der Europäischen Union und ihrer Vorgänger ( Römische Verträge 1957) sowie deren bevölkerungsreichstes Land.
  2. Mit 18 anderen EU-Mitgliedstaaten bildet es eine Währungsunion, die Eurozone,
  3. Es ist Mitglied der UN, der OECD, der OSZE, der NATO, der G7, der G20 und des Europarates,

Die Vereinten Nationen unterhalten seit 1951 ihren deutschen Sitz in Bonn („UNO-Stadt”). Die Bundesrepublik Deutschland gilt als einer der politisch einflussreichsten Staaten Europas und ist ein gesuchtes Partnerland auf globaler Ebene. Gemessen am Bruttoinlandsprodukt ist das marktwirtschaftlich organisierte Deutschland die größte Volkswirtschaft Europas und die viertgrößte der Welt.2016 war es die drittgrößte Export- und Importnation.

  1. Es ist eine Informations- und Wissensgesellschaft,
  2. Automatisierung, Digitalisierung und Disruption prägen die innovative deutsche Industrieentwicklung.
  3. Die Steigerung der Qualität des deutschen Bildungssystems und die nachhaltige Entwicklung des Landes gelten als zentrale Aufgaben der Standortpolitik.

Gemäß dem Index der menschlichen Entwicklung zählt Deutschland zu den sehr hoch entwickelten Ländern. Muttersprache der Bevölkerungsmehrheit ist die deutsche Sprache, Daneben gibt es Regional- und Minderheitensprachen und sowohl Deutsche als auch Migranten mit anderen Muttersprachen, von denen die bedeutendsten Türkisch und Russisch sind.

Was ist ein Föderalstaat?

Der Föderalstaat Innerhalb des Föderalstaates wird die gesetzgebende Gewalt einerseits durch das aus zwei Versammlungen (Abgeordnetenkammer und Senat) gebildete föderale Parlament und andererseits durch den König, ausgeübt. Der König übt keine persönliche Macht aus.

Ist Frankreich ein föderalistischer Staat?

Organisation – Ein Staat oder Land kann zentralistisch oder föderativ (bundesstaatlich) organisiert sein. In diesem Sinne ist er entweder ein Einheitsstaat oder ein Bundesstaat (weitere Differenzierungen wie unitarischer Bundesstaat oder föderaler bzw. Im Gegensatz dazu besitzen föderale Systeme wie das der Vereinigten Staaten von Amerika oder der Bundesrepublik Deutschland neben einem souveränen Gesamtstaat – mit republikanischer Staatsform wird dieser häufig als Bundesrepublik, ansonsten als föderale Republik bezeichnet – auch untergeordnete Einheiten mit staatlicher Qualität ( Gliedstaaten /Bundesländer).

  • Diese Gliedstaaten sind auf dem Gebiet ihrer staatlichen Zuständigkeit Teilstaaten.
  • Sie haben das Recht, vieles selbstständig und ohne Einmischung der Bundesebene zu regeln, wobei dort angesiedelte Staatsorgane (vor allem oberste Bundesorgane wie das Bundesparlament oder oberste Bundesgerichte) ihnen – im hierarchischen Sinn – übergeordnet sind.

Das Schulwesen in den USA und in Deutschland wird beispielsweise in den Gliedstaaten organisiert, während die nationale Ebene etwa die Verteidigung und Außenpolitik bestimmt. In einem föderativen Staat besteht das Parlament typischerweise aus zwei Kammern,

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